"Hausaufgaben gemacht"

Lokales
Georgenberg
22.12.2014
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In der letzten Sitzung des Jahres wurde einmal mehr deutlich, dass die Gemeinderäte in Georgenberg an einem Strang ziehen - von Fraktionszwang keine Spur.

Das Tanklöschfahrzeug der Georgenberger hat ausgedient. "Eine Reparatur kostet mindestens 4000 Euro", ließ Bürgermeister Johann Maurer in der Jahresschluss-Sitzung am Donnerstag wissen und zog als Fazit: "Das lohnt sich nicht mehr." Außerdem blickte der Rathauschef etwas nach vorne. Er könne sich vorstellen, im Haushaltplan 2015 schon mal 80 000 Euro für ein neues Fahrzeug einzuplanen.

"Wir sollten nichts übers Knie brechen", meinte dazu Martin Scheibl (FW), der sich für eine einvernehmliche Lösung für alle Feuerwehren aussprach. Einig war sich das Gremium schließlich, das Georgenberger LF 16 aus dem Verkehr zu ziehen und zum Verkauf anzubieten. Zukunftsplanung war auch angesagt, als Maurer einige Projekte, die eventuell im nächsten Jahr eingeleitet oder über die Bühne gehen könnten, ansprach.

Das waren etwa die Erschließung des Baugebiets "Sandfeld", die Erneuerung des Daches am Wohnhaus des Grundschulgebäudes oder die Instandsetzung von Gemeindestraßen. Als weiteres Projekt brachte er die Errichtung eines Parkplatzes gegenüber der Kindertagesstätte ins Spiel. "Da werden wir mit etwa 15 000 Euro rechnen müssen."

Formsache war die Zustimmung zur Vereinbarung mit der Stadt Pleystein und dem Markt Waidhaus zur interkommunalen Zusammenarbeit in Sachen Breitbandversorgung. "Wir haben, so bin ich felsenfest überzeugt, unsere Hausaufgaben gemacht", zog der Bürgermeister ein positives Resümee unter 2014. Das Jahr sah er vor allem geprägt durch die Abwicklung der Projekte Umbau und Erweiterung des Bauhofs, Umbau des Georgenberger Feuerwehrhauses, Kauf eines neuen Unimogs und Abschluss der Dorferneuerungsverfahren Georgenberg und Waldkirch.

Laut Maurer kann in Bezug auf die inzwischen erhaltene Stabilisierungshilfe über 300 000 Euro "seit 2014 ein begrenzter Anteil zur notwendigen Verbesserung und zum Erhalt der kommunalen Grundausstattung eingesetzt werden". Im Rahmen der Erfüllung von Pflichtaufgaben sah er deshalb durchaus Handlungsspielraum. "Die Haushaltsberatungen werden zeigen, was möglich und machbar ist", sagte er und freute sich über die Zusage der Regierung der Oberpfalz für das sogenannte "Energiecoaching".

Für den Rathauschef "war das Verhältnis untereinander von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet". Deshalb sprach er auch von einem vertrauensvollen Miteinander im Gemeinderat und einem sehr guten Klima. Sein Dank galt schließlich allen, die sich in und für die Gemeinde engagieren.

"Das ist gelebte Demokratie", fand Josef Woppmann, als er die Arbeit im Gemeinderat beschrieb und feststellte: "Von Fraktionszwang ist da nichts zu spüren." Robert Götz (CSU) sah die Gemeinde "auf einem guten Weg", und auch Jürgen Schiller (FW) bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit.
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