"Herzstück der Entwicklung"

Bürgermeister Johann Maurer (Zweiter von rechts) und Baurat Willibald Aschenbrenner (Zweiter von links) zogen einen Schlussstrich unter die Dorferneuerungsverfahren Georgenberg und Waldkirch. Darüber freuten sich auch die örtlichen Beauftragten Albert Kick (links) und Erwin Völkl (rechts). Bild: pi
Lokales
Georgenberg
15.10.2014
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Dorferneuerung bedeutet für Bürgermeister Johann Maurer, "den Weg in die Zukunft eines Orts gemeinsam und zielgerichtet zu gehen". Für Georgenberg und Waldkirch sind die Verfahren nun beendet.

Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth und die Gemeinde haben einen Schlussstrich unter die Dorferneuerungsverfahren Georgenberg und Waldkirch gezogen. Baurat Willibald Aschenbrenner, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaften Georgenberg II und Waldkirch II, und Maurer sprachen am Dienstag im "Berggasthof" Schaller von einem erfolgreichen Gesamtprojekt.

Nicht selbstverständlich

Als Pionier bezeichnete der Rathauschef seinen Vorvorgänger Albert Kick, der es geschafft habe, mit zwei Verfahren das gesamte Gemeindegebiet einzubinden. "Das war keine Selbstverständlichkeit", blickte Maurer auf die Einleitung 1987 zurück. Dank sagte er allen, die zum Gelingen aller Projekte beigetragen haben, unter anderem Kirchplatz in Neukirchen zu St. Christoph, ehemaliges Schulhaus in Waldkirch, Gemeinschaftshaus in Neuenhammer oder Kreuzungsbereich in Lösselmühle als letzte Maßnahme.

Maurer stellte vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaften, angefangen von Heinrich Beer über Thomas Henning, Dietfried Kuntscher und Franz Stadler bis hin zu Willibald Aschenbrenner, heraus und lobte auch die vorzügliche Unterstützung durch das Amt und den Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz.

Unschätzbare Werte

"Es werden Gemeinsinn und Zusammengehörigkeitsgefühl gelebt", stellte der Sprecher das Engagement der Bürger heraus. "Gerade in unserer schnelllebigen Zeit sind Heimatverbundenheit und das Wissen, woher man kommt, unschätzbare Werte." Darüber hinaus bezeichnete er die Dorferneuerung "als Herzstück der positiven Entwicklung unserer ländlichen Regionen".

Die über 26 Jahre gelaufenen Verfahren waren laut Willibald Aschenbrenner nahezu einmalig. Der Baurat nannte als Datum der Anordnungsverfahren den 14. Dezember 1988. Dazu kamen die Bekanntgabe des Flurbereinigungsplans (3. Dezember 1999), die Erweiterung um Flurneuordnungsmaßnahmen (25. Juli 2003) und die Ausführungsanordnung (12. November 2012).

"Unter Thomas Henning ist am meisten geschehen", sagte der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaften, blickte auf die drei Vorstandswahlen zurück und sprach von einer stets sehr guten Zusammenarbeit. "Es hat nie Probleme gegeben." Dank sagte er auch den Architekten Josef Schönberger, Reinhold Galli und Gertrud Hubmann. Laut Aschenbrenner betragen die öffentlichen Gesamtinvestitionen im Verfahren Georgenberg II 2 886 000 Euro, die Zuschüsse des Amtes für Ländliche Entwicklung 1 948 000 Euro und der Anteil der Gemeinde 938 000 Euro. Im Verfahren Waldkirch II bezifferte er die Gesamtinvestitionen auf 260 000 Euro, die Zuschüsse auf 216 000 Euro und den Gemeindeanteil auf 44 000 Euro. Dazu kommen bei Georgenberg II 83 erledigte Anträge mit 3 037 000 Euro Investitionen und 547 000 Euro Zuschüssen. Beim Verfahren Waldkirch II sind es 19 Anträge mit 335 000 Euro Investitionen und 55 000 Euro Zuschüssen.
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