Jagdpächter erfüllt Abschussplan - Schäden im Mais
Kluge Wildschweine

Lokales
Georgenberg
23.03.2015
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Die Jagdsaison ist zwar noch nicht ganz zu Ende, aber die Jagdgenossenschaft Georgenberg/Neudorf zieht bereits eine erfolgreiche und positive Bilanz. "Es hat wieder einmal keine Probleme gegeben", blickte Jagdvorsteher Albert Kick in der Jagdversammlung am Freitag im Gasthof Scheinkönig zurück.

"Die Zusammenarbeit hätte nicht besser sein können", freute sich der Chef der Gemeinschaft. Das galt sowohl für den Forstbetrieb Flossenbürg und die Gemeinde Georgenberg als auch für den Jagdpächter Thomas Scheinkönig. Laut Kick, der auch stellvertretender Kreisvorsitzender ist, haben die bayerischen Jäger 2014 rund 69 000 Wildschweine erlegt.

Dieses Mal sei auch die örtliche Jagdgenossenschaft von Verwüstungen nicht verschont geblieben. Kick, nach dessen Worten sich die Jagd in Georgenberg/Neudorf seit 1925 in den Händen der Familie Scheinkönig befindet, informierte noch über den Beschluss des Vorstands, den Jagdkataster in Kürze zu erneuern. "Die letzte Anpassung ist 1987 erfolgt." Die nächste Auszahlung des Jagdpachtschillings werde 2016 erfolgen.

Laut Thomas Scheinkönig hatten in dem am 31. März zu Ende gehenden Jagdjahr Wildschweine in Flächen mit Maisanbau zeitweise ihr Unwesen getrieben. "Meine Aussagen vom vergangenen Jahr, dass das Schwarzwild die Grenzen zwischen den Jagdgenossenschaften Brünst und Georgenberg/Neudorf kennen muss, sind mit Lügen gestraft worden." So hatte "Der neue Tag" im vergangenen Jahr berichtet. Schmunzelnd ergänzte er, dass die Wildschweine scheinbar doch Zeitung lesen könnten.

Unter dem Strich war Scheinkönig jedoch zufrieden, da alle Schäden im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern gelöst worden seien. Erlegt hatte er neun Rehe und elf Füchse. Einige Tiere kamen allerdings auch bei Verkehrsunfällen zu Tode. "Der Abschussplan ist erfüllt." Im Hinblick auf das neue Vegetationsgutachten ist er sicher, "dass der Verbiss kein Problem werden dürfte".

Zustimmung fanden das vom Geschäftsführer Josef Pilfusek verlesene Protokoll über die Jagdversammlung 2014 und der Kassenbericht. Die ordnungsgemäße Buchführung bescheinigte Franz Scheibl.

Probleme mit Wildschweinen und Füchsen hatte auch Robert Götz festgestellt. Der Gemeinderat übermittelte die Grüße der Bürgermeister Johann Maurer und Josef Woppmann. Er stellte das vorbildliche Miteinander zwischen Jagdgenossenschaft und Kommune heraus und bezeichnete das Engagement der Jagdgenossen als unverzichtbar.
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