Johann Maurer bedauert beim Volkstrauertag: Losschlagen oft einfacher als Frieden
Eigendynamik der Gewalt

Lokales
Georgenberg
18.11.2014
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"Der Volkstrauertag ist mit beiden Weltkriegen eng verknüpft", erinnerte Johann Maurer am Sonntag an die beiden Schreckensszenarien im vergangenen Jahrhundert. "Beide Kriege, so verschieden sie auch waren, brachten Entsetzliches, bis dahin Unvorstellbares für die Menschen und veränderten unsere Welt grundlegend, mit Folgen bis heute." In seiner Rede spannte der Bürgermeister einen Bogen zu den aktuellen Ereignissen, als er feststellte: "Nach wie vor scheint Losschlagen manchmal leichter zu sein als das Bemühen um eine friedliche Einigung; nach wie vor gewinnt Gewalt rasch eine Eigendynamik; nach wie vor stirbt die Wahrheit als Erstes, wenn Konflikte sich verschärfen." Das habe erst die sich immer schneller zuspitzende Krise in der Ukraine deutlich vor Augen geführt.

Und weil Krieg und Gewalt auch heute trauriger Alltag seien, "sind wir und die Staatengemeinschaft aufgerufen, sich Gewaltausbrüchen entgegenzusetzen und für den Frieden zu wirken. Maurer sprach auch rassistische Vorurteile sowie Antisemitismus an und sagte: "Gedenken ist nicht nur auf die Vergangenheit gerichtet, sondern ebenso auf Gegenwart und Zukunft. Gedenken sensibilisiert zu erkennen, von welch großem Wert es ist, in Frieden und Freiheit zu leben." Dank sagte der Bürgermeister Geistlichem Rat Antony Soosai, der Blaskapelle Waldkirch, der KLJB Neukirchen zu St. Christoph sowie der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Brünst für die Mitgestaltung der Feierstunde.
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