Mehr Röhren für Amphibien

Lokales
Georgenberg
31.03.2015
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Der Oberpfälzer Waldverein kümmert sich in Georgenberg nicht nur um die Wanderwege. Durch das Aufstellen von Amphibienzäunen brachten die Experten schon 200 Tiere in Sicherheit.

Die Berichte bei der Jahreshauptversammlung zeigten die Vielseitigkeit des OWV. Für Bürgermeister Johann Maurer war das am Samstag im Vereinslokal "Berggasthof" Schaller ein guter Grund, dem Team mit Manfred Janker an der Spitze ein Riesenkompliment zu machen. "Ihr habt viel geleistet, und das alles freiwillig", anerkannte der Rathauschef, der etwa von einer vorzüglichen Markierung der 121 Kilometer Wanderwege sprach.

Als "Trauerspiel" bezeichnete er, "dass sich wegen der Instandsetzung der Zugangsbrücke und des Aussichtsturms der Burgruine Schellenberg zwei Ministerien nicht einig sind". Dabei gehe es einzig und allein um die Sicherheit des gemeindlichen Wahrzeichens.

Grenzen überwinden

Werbung machte Maurer für den "Tag des offenen Hofes" am 19. Juli in Neuenhammer. Laut Janker, der beim Totengedenken an den 2014 verstorbenen Ludwig Bock erinnerte, war das mit tschechischen Partnern und der Euregio Egrensis entstandene Projekt "Grenzüberschreitendes Wandern" ein gelungenes Gemeinschaftswerk. Dabei freute er sich, mit Werner Gleißner, Egbert Kohl, Josef Meckl, Markus Meyer und Siegfried Völkl neue Wegewarte gewonnen zu haben.

"Wir haben ein neues Floß", informierte der Vorsitzende, dessen Dank dem Unternehmen Kochendörfer Wasserkraftanlagen und der Zimmerei Götzfried galt. "Im Mai ist der Stapellauf." Umfangreiche Arbeiten waren seinen Aussagen zufolge auch bei der Mühle über die Bühne gegangen, zuletzt der Bau des Schutzzauns entlang des Wasserrads. Außerdem kündigte er für den Samstag vor Pfingsten und den Pfingstsonntag Glasschleifen mit Werner Gleißner und Willibald Gleißner (Flossenbürg) an.

"Insgesamt waren nur fünf Prozent der Vogelnistkästen leer", stellte Willibald Gleißner zufrieden fest. Bedauerlich fand der Vogelschutzwart allerdings den Rückgang der Mauersegler-Population im Gemeindebereich. Laut Gleißner betreut der OWV mit den Mauersegler- und Raufußkauz-Kästen momentan 216 Brut- und Nisthilfen. "Zum Positiven haben sich auch unsere Fledermäuse entwickelt", stellte er fest. "Neben den zehn Wohnraumhöhlen des Landratsamtes Neustadt pflegen wir 50 eigene Fledermauskästen, drei Fledermauskeller und drei Fledermauswochenstuben."

"Wir betreuen 40 Bänke", ließ Bernhard Schaller wissen. Der Bänkewart hob besonders die Unterstützung durch Max Reber hervor. Das galt auch für Rainer Folchmann, Ludwig Frauenreuther und Willibald Gleißner. 72 Stunden hatte Folchmann in Sachen Natur- und Landschaftsschutz aufgewendet. Der Umweltexperte blickte vor allem auf den Schutz der Amphibien und informierte, "dass die Amphibienzäune wieder aufgestellt sind". Bis Samstag habe er schon 200 Tiere in Sicherheit gebracht. Als gelungen bezeichnete Folchmann den Einbau der Amphibienröhren bei der "Kannerskurve" und war zuversichtlich, dass solche auch entstehen, wenn die Staatsstraße von Gehenhammer in Richtung Georgenberg ausgebaut wird.

Böhmische Dörfer

Heimatpfleger Albert Kick möchte beim "Tag des offenen Denkmals" am 13. September Vorträge in der Mühle über die Technik in den vergangenen drei Jahrhunderten halten. Außerdem bot er Wanderungen durch die böhmischen Nachbardörfer an. Beifall erhielt auch Hauptkassier Josef Woppmann, dessen vorzügliche Buchführung die Prüfer Hermann Pflaum und Hans Wloka lobten.
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