Gemeinde sucht neue Nutzungsmöglichkeit für Bankräume
Raiffeisen verabschiedet sich

Die Raiffeisenbank (links) ist in Georgenberg bald Geschichte und schließt zum Jahresende. Bürgermeister Johann Maurer ist deshalb auf der Suche nach einer neuen Nutzung. Bild: pi
Politik
Georgenberg
20.05.2016
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"Die Raiffeisenbank hat zum 31. März 2017 das Mietverhältnis für die Bankräume im Rathaus gekündigt", verkündete Bürgermeister Johann Maurer in der Gemeinderatssitzung. Zudem ergänzte er, dass "die Geschäftsstelle zum 31. Dezember schließt".

Der Rathauschef konnte sich vorstellen, den Sitzungssaal vom Ober- ins Erdgeschoss zu verlegen. Dann könnten auch die standesamtlichen Trauungen dort über die Bühne gehen. An die Ratsmitglieder richtete er die Bitte, sich bis zur nächsten Sitzung Nutzungsmöglichkeiten zu überlegen.

"Heute ist die Sitzung der Lagerhallen", kommentierte Maurer die bei der Verwaltung eingegangenen Bauanträge. Keine Einwände gab es für die von Ute und Siegmund Holfelder in Hinterbrünst geplante Lager- und Unterstellhalle. Das galt auch für die Lagerhalle für Heizung und Sanitär, die Mario Riedl in Neukirchen zu St. Christoph errichten möchte.

Zum Bauantrag von Berthold Wild, der in Neuenhammer den Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle mit Ersatzteillager und Heizraum vorhat, erinnerte Maurer an die Feststellungen des Wasserwirtschaftsamts Weiden vor zehn Jahren. "Damals war das betroffene Grundstück aus wasserwirtschaftlicher Sicht nicht bebaubar, weil es im Überschwemmungsgebiet des Zottbachs liegt", blickte der Rathauschef zurück. Vorbehaltlich von Einwänden der Fachbehörde und des Landratsamts Neustadt/WN erteilte der Gemeinderat jedoch das Einvernehmen.

Von Martin Scheibl (FW) war in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im April der Vorschlag gekommen, im Ortsteil Faislbach auf der Straße von Oberrehberg eine Rechts-vor-Links-Regelung einzuführen. "Einige schießen einfach durch", wusste der Ratsherr. Für den zweiten Bürgermeister Josef Woppmann dagegen "bringt Rechts vor Links nichts". Am Ende einigte sich das Gremium jedoch mit den Gegenstimmen von Stefan Frischholz (CSU), Christian Käs und Rudolf Völkl (UBW), die Regelung in Absprache mit der Polizeiinspektion Vohenstrauß einzuführen, beginnend beim Wohnhaus der Familie Ermer bis zur Einmündung in die Staatsstraße 2154.

Neue Buswartehäuschen


"Es wird einfach zu schnell gefahren", befürwortete Maurer die Anschaffung von Geschwindigkeitswarnanlagen. Unterstützung bekam er von Marina Hirnet (CSU) - "das bringt etwas" -, Robert Götz (CSU) - "ich habe meine Meinung geändert" - und Scheibl. Dagegen sprach Woppmann von einer "Modeerscheinung" und konnte sich vorstellen, Geräte auszuleihen.

Zum Einwand von Jürgen Schiller (FW), dass der Gemeinderat den Kauf bereits im November 2015 abgelehnt hatte, wies der Bürgermeister auf die Initiative seiner Kollegen Andreas Wutzlhofer (Vohenstrauß) und Josef Hammer (Irchenrieth) hin. Seit Donnerstag ist das Thema vom Tisch, denn die Mehrheit sprach sich gegen die Anschaffung aus. "Dann sollen sich die Leute bei Beschwerden an die Gemeinderatsmitglieder wenden", war Maurer enttäuscht.

80 Prozent Zuwendungen (50 vom Freistaat Bayern und 30 vom Landkreis Neustadt/WN) gibt es seinen Worten zufolge für Buswartehäuschen an öffentlichen Linien. "Neu gegen alt" soll es in Schwanhof, Galsterlohe und Neuenhammer geben. Zum Antrag von Claudia Weiß, Prollermühle, auf Sperrung der privaten Durchfahrt für den allgemeinen Verkehr und Senkung des Gesamtgewichts sollen Absprachen mit dem Landratsamt, der Polizei und der Stadt Pleystein erfolgen.
Dann sollen sich die Leute bei Beschwerden an die Gemeinderatsmitglieder wenden.Bürgermeister Johann Maurer zur ablehnenden Haltung des Gremiums eine Geschwindigkeitswarnanlagen anzuschaffen
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