Gemeinderat Georgenberg
Auf Schönwerths Spuren

Politik
Georgenberg
23.09.2016
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Für Johann Maurer steht fest: "Was Max Reger für Weiden ist, ist Franz-Xaver von Schönwerth für Neuenhammer und damit für die gesamte Gemeinde."

Der Bürgermeister und der Gemeinderat haben sich mit Ausnahme von Bernhard Götz und Mario Schaller (Freie Wähler) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag für den "Schönwerth-Märchen- und Sagenweg" zwischen Neuenhammer und Prollermühle ausgesprochen. "In Sinzing sind es rund 600 Meter, bei uns werden es zwischen 800 und 900 Meter", ließ der Rathauschef wissen.

100 000 Euro Kosten


Durch das Leader-Programm gibt es 60 Prozent Zuschuss. "Dazu kommen Spenden und Sponsorengelder." Die Kosten für das Gesamtprojekt bezifferte er auf 100 000 Euro. Eingeschlossen darin sind unter anderem acht Stationen und Informationstafeln. Laut Maurer "hat die Regierung der Oberpfalz die Grund- und Mittelschulen über die Staatlichen Schulämter angeschrieben und den Sinzinger Weg für Ausflüge oder Exkursionen angepriesen." Der Bürgermeister sprach von einem "Plus für die nördliche Oberpfalz, sollte das Projekt bei uns verwirklicht werden".

So sah es auch CSU-Fraktionssprecher Robert Götz, für den der Weg eine Aufwertung des Tourismus ist. "Das wird ein Aushängeschild und Publikumsmagnet." Martin Scheibls (FW) Meinung ging ebenfalls in diese Richtung. "Nichts tun wäre mit Sicherheit der falsche Weg." Den "guten Standort" hob Marina Hirnet (CSU) hervor. Am Ende stand die mehrheitliche Entscheidung, dass die Gemeinde die Trägerschaft für das Projekt übernimmt, die Co-Finanzierung zusichert und die nicht durch die Förderungen oder Dritte gedeckte Kosten übernimmt, auch mögliche Defizite sowie die laufende Pflege und den Unterhalt. "Wir werden aber noch das Einverständnis der Regierung der Oberpfalz abwarten", ergänzte Maurer. "Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen dürfen nicht gefährdet werden."

"Die jährlichen Betriebskosten für einen Hotspot betragen rund 700 Euro", informierte der Bürgermeister zu dem von Matthias Scheinkönig befürworteten Hotspot beim Rathaus, "auch wenn der Freistaat Bayern die Ersteinrichtung fördert". Außerdem fand er, "dass beim Rathaus nicht der große Publikumsverkehr ist". Für Marina Hirnet "wäre das irgendwie totes Geld". Bis auf Martin Scheibl hielt der Gemeinderat schließlich am Beschluss vom 24. Februar fest, keine Hotspots in der Kommune einzurichten.

Einig war sich das Gremium, beim Feuerwehrhaus in Hinterbrünst ein beidseitiges Parkverbot vom Ende des Wohnhauses von Klaudia Pöllinger bis zum Ende des ehemaligen Schulhauses einzurichten. Zustimmung fand auch der Bauantrag der DJK Neukirchen. Der Anbau an das bestehende Sportheim erfolgt nicht mehr, wie ursprünglich vorgesehen, als Aufstockung, sondern als Winkelbau.

Breitbandausbau stockt


"Der Markt Waldthurn feiert vom 9. bis 18. Juni 2017 wieder ein Heimatfest", informierte Maurer und bat, "dass unsere Vereine das bei ihren Planungen berücksichtigen sollten". Weniger erfreulich war er über die Auskunft des Büros von MdB Albert Rupprecht, "dass die Telekom in Bezug auf Breitbandversorgung einen genauen Baustart nicht terminieren kann". Als Hauptgrund für die Verzögerung nannte er den verstärkten Breitbandausbau in der Region.

Auf Anregung von Robert Götz wird der Bürgermeister mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach die Gestaltung der Ortsdurchfahrt im Zuge des weiteren Ausbaus der Staatsstraße absprechen. Scheibl regte noch die Überarbeitung der Homepage an. Dabei sollte den Vereinen die Möglichkeit eingeräumt werden, Veranstaltungen selbst einzugeben.
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