Gemeinderat Georgenberg
Märchenweg muss warten

Politik
Georgenberg
08.04.2016
32
0

Die Franz-Xaver-von-Schönwerth-Gesellschaft wollte auf einem Teilstück des Glasschleifererwegs zwischen Pleystein, Neuenhammer und Waldthurn einen Sagen- und Märchenweg einrichten. Das Vorhaben ist jedoch vorerst auf Eis gelegt.

Nach Ansicht des Gemeinderats ist die rund elf Kilometer lange Strecke zu lang. Laut Johann Maurer war Neuenhammer das Forschungszentrum Franz-Xaver von Schönwerths. "Dort hat er die meisten Sagen und Märchen gesammelt", wusste der Bürgermeister, der sich deshalb die Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde vorstellen konnte.

Dabei informierte er über die bisherigen Besprechungen und über die Förderung im Leader-Programm mit 60 Prozent der auf 120 000 bis 150 000 Euro geschätzten Gesamtkosten. "Den Rest müssten sich die frei Anliegergemeinden Georgenberg, Pleystein und Waldthurn teilen." Nach Ansicht Maurers "müsste die künstlerische Ausgestaltung des Wegs allerdings nicht so aufwendig wie vorgehen sein. Es sollten Künstler aus der Region zum Zuge kommen".

Gespräche sollen folgen


Während Martin Scheibl (FW) von einer Aufwertung der Gegend durch das Projekt sprach, brachte Josef Woppmann (CSU) die Folgekosten ins Spiel. "Das Ganze ist zu hoch angesiedelt", fand der zweite Bürgermeister. Wie dem FW-Fraktionssprecher Jürgen Schiller war schließlich auch dem Bürgermeister die vorgesehene Streckenführung zu lang, sodass vor einer Entscheidung erst weitere Gespräche mit der Schönwerth-Gesellschaft folgen sollen.

"Wir müssen erst das Ergebnis der in Auftrag gegebenen Feuerwehrbedarfsplanung abwarten", war sich das Gremium einig und stellte den in der Ortsteil-Bürgerversammlung am 2. Februar gestellten Antrag zur Errichtung eines neuen Gerätehauses für die Feuerwehr Brünst zurück.

"Die bereinigten Solleinnahmen und -ausgaben im Verwaltungshaushalt betragen 2 298 959,88 Euro", sagte Josef Pilfusek von der Verwaltung, als er die Jahresrechnung 2015 vorstellte und erläuterte. "Im Vermögenshaushalt sind das 1 601 803 Euro." Die neuen Haushalts-Ausgabereste im Vermögenshaushalt bezifferte der Bedienstete auf 741 244,79 Euro, die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt auf 343 237,12 Euro. Angesetzt im Haushalt waren 101 658 Euro.

Zustimmung fand noch der Bauantrag von Kathrin und Andreas Gleißner. Sie möchten in Waldkirch einen Anbau an das elterliche Wohnhaus mit Aufbau von Schleppgauben erstellen und eine Holzlege im Kellergeschoss errichten. "Das Landratsamt hat den Haushaltplan 2016 und damit die vorgesehene Kreditaufnahme über 560 295 Euro genehmigt", berichtete Maurer, der den Ratsmitglieder die Einladung der Fördergemeinschaft Dorfkapelle St. Georg zur Feier des 20. Weihejubiläums des Kirchleins am Sonntag, 24. April, übermittelte.

Erneute Störung


Kein Verständnis hatte der Rathauschef, als er auf eine erneute Störung in der Kläranlage Neuenhammer hinwies. "Es sind wieder Feuchttücher entsorgt worden", bedauerte er. "Außerdem hat der Klärwärter ein Pressband eines Quaderballens entdeckt." Im Hinblick auf den ohnehin schon hohen Betriebsaufwand fasste Maurer zusammen: "Anscheinend sind die Gebühren immer noch zu niedrig."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.