Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten in Georgenberg
Feuerwehr dankt still und feiert laut

Beim Totengedenken zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Georgenberg reichte die St. Georg-Kapelle nicht aus. Viele Mitglieder gedachten ihrer verstorbenen Kameraden. Bilder: bey (2)
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Georgenberg
06.06.2016
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Der Auftritt der Band "Zefix" aus Mittelfranken hatte es am Freitagabend in sich. Die Musiker spielten bis in den Morgen fast ohne Pausen.

Feierlich gestaltete die Feuerwehr Georgenberg den Auftakt ihres Gründungsjubiläums am Freitag. In dankbarer Erinnerung gedachten sie ihren verstorbenen Kameraden. Danach war im Festzelt ausgelassene Stimmung angesagt.

"Es ist gut, wenn wir in Dankbarkeit zusammenkommen und den Menschen danken, mit denen wir gelebt, gefeiert und gearbeitet haben, die uns aber im Tod vorausgegangen sind." Mit diesen Worten eröffnete Geistlicher Rat Antony Soosai seine Ansprache beim Totengedenken zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Georgenberg. Die St.-Georg-Kapelle reichte nicht aus, um allen Menschen Platz zu bieten, die mit ihrer Anwesenheit die Worte des Geistlichen sichtbar umsetzten.

Angeführt von der Blaskapelle Waldkirch marschierten die Fahnenabordnung der Jubelwehr, die Führungsspitze der Feuerwehr, die Mitglieder, Festkinder, Festdamen und -burschen zur Kapelle. Dort erwarteten den Zug weitere Gäste, die Bürgermeister Johann Maurer und Josef Beimler, Altbürgermeister Albert Kick und der Ehrenpatenverein Brünst.

Der Altar war schlicht geschmückt, davor war ein Kranz zu Ehren der verstorbenen Mitglieder niedergelegt. Geistlicher Rat Soosai betonte, dass die Verstorbenen nach den Grundsätzen gelebt hätten, wie es sich die jetzigen Feuerwehrkameraden selbst aufgegeben hätten. "Sie alle haben das hohe Ziel, in Not geratenen Menschen zu helfen, Leben und Sachwerte zu retten und zu schützen". Deshalb sei mit dem Grundsatz "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" auch das Gedenken an die verstorbenen Wehrmitglieder dauerhaft verbunden.

Das Leben jedes Einzelnen sei ein Pilgerweg zu Gott, der als Ziel nicht aus den Augen verloren werden dürfe. Im Gebet zusammen mit den Besuchern des Totengedenkens gedachte Soosai den Verstorbenen, bevor junge Feuerwehrleute die Fürbitten sprachen.

Kommandant Matthias Scheinkönig verlas anschließend die Namen der seit dem 100-jährigen Jubiläum der Wehr verstorbenen Mitglieder. Festmutter und Jugendwartin Nicole Beck entzündete die Kerzen. 38 Kameraden hat die Feuerwehr Georgenberg seit ihrem letzten Jubiläum auf dem letzten Weg begleitet. Die Blaskapelle Waldkirch umrahmte die Gedenkfeier musikalisch. Im Anschluss an das Totengedenken führte die Blaskapelle den Zug zurück zum Festplatz an und sorgte im Zelt für den musikalischen Übergang bis zum Auftritt der Band "Zefix".

Die Partyband aus Mittelfranken, legte ab 21 Uhr gleich ein "Non-Stop-Programm" auf, bei dem die meist jungen Besucher im vollbesetzten Zelt zusehends "auftauten" und letztlich auch die Tanzfläche vor der Bühne füllten. Wer es nicht bis zur Tanzfläche schaffte, stieg einfach auf die Bänke und klatschte begeistert mit. Volkstümlich bis rockig hatte "Zefix" das Programm zusammengestellt. Die Band sorgte fast bis zum frühen Morgen beim "Tag der Jugend" für Hochstimmung. Die jungen Gäste, die Mädels im schicken Dirndl, die Burschen mit Lederhose und dazu passenden karierten Hemden, aber auch mit Poloshirts als "Werbeträger" für eigene Veranstaltungen in den Heimatorten, waren von der Band begeistert.

Bars voll besetzt


Trotz der ausgezeichneten Stimmung fanden die Besucher zwischendurch den Weg in die Weizenbar und auch in die mit Bierkästen aufgebaute Bar für Cocktails. Kurz vor Mitternacht waren die Bars so voll besetzt, dass sich daraus eine Leere im Zelt entwickelte. Geschickt hatte die Feuerwehr Georgenberg das Zelt und die weitflächigen Räumlichkeiten des gemeindlichen Bauhofes zur großen Partymeile verbunden.

Am Samstagabend beim Gastspiel von "Gerlosbluat" war mehr volkstümliche Musik angesagt. Dementsprechend auch der Besucherkreis, der sich allein schon beim Zuhören dieser Lieder begeistern kann. Die drei Musiker aus dem Zillertal in der typischen Tiroler Tracht verstanden es aber auch, mit Drehern, Boarischen und anderen Volkstänzen die Fläche vor der Bühne zu füllen.

Sie alle haben das hohe Ziel, in Not geratenen Menschen zu helfen, Leben und Sachwerte zu retten und zu schützen.Geistlicher Rat Antony Soosai
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