Fasching in Waldkirch
Büttenrede ein Gedicht

Matthias Kotschenreuther. Bild: pi
Vermischtes
Georgenberg
10.02.2016
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"Waldkirch helau!" Der "Schlachtruf" war am Wochenende und -anfang Programm in der Ortschaft.

Waldkirch. Bereits die Feuerwehr hatte am Samstag eine Superfete im Gerätehaus veranstaltet und bis in die Morgenstunden ausgiebig die fünfte Jahreszeit gefeiert. Der Höhepunkt sollte aber erst kommen. Über das "Erscheinen in diesen heiligen Hallen" freute sich beim Rosenmontagsball im ehemaligen Schulhaus Matthias Kotschenreuther.

Der Siedlerchef hatte als Büttenredner die Lacher auf seiner Seite, als er einige Interna aus dem Vereinsleben nach der "letzten konspirativen Sitzung" im vergangenen Jahr preisgab. "Als Ortsbetreuer, das kann ich sagen, muss ich mich hier oft mächtig plagen", fand der Redner und ergänzte: "Als Vorstand hat man es nicht leicht. Bis man im Verein irgendwas erreicht, ist erst der Ausschuss zu befragen. Anschließende Diskussionen muss ich dann ertragen." Kotschenreuthers Fazit: "So macht sich der Ausschuss die Sitzung selbst schwer, weil sich auf die wichtige Punkte zu konzentrieren zu einfach wär'."

Lob verteilte der Vereinsboss sowohl an seinen Stellvertreter Günter, für ihn "das Archiv", sowie an das Bedienungs- und Küchenpersonal. "Die Gertraud, Irmgard, Renate und ma Fraa - wenn sie gebraucht werden, sind sie immer da", fränkelte der "Zuagroiste" und riet, unbedingt zu den monatlichen Frauenstammtischen zu kommen. Positives hatte der Büttenredner außerdem in Sachen "Nachwuchs" zu berichten, als er anmerkte, dass ein junger Familienvater von seiner Ehefrau "wieder mal so elektrisiert" war und "dann wieder was produziert" hatte.

Schließlich gab's noch einen drauf: "Eine Frau trat, nur mit Socken bekleidet, aus dem Haus und holte was auf dem Briefkasten raus. Die Freude über die Post war riesengroß, sogar die Tür fiel hinter ihr ins Schloss. So stand sie da im Evakostüm, das Wetter war auch noch ungestüm." Verraten wollte Kotschenreuther die Frau nicht. "Auch die private Dorfpolizei hat das nicht mitgekriegt", sagte er. Am Ende appellierte er, wieder mehr zu den Veranstaltungen im Ort hinzugeh'n. "Wir von den Vereinen fänden das schön."

Im Übrigen kündigte er für 2017 seinen eventuell letzten Bericht an, "vielleicht wieder als Gedicht". Einen Volltreffer hatten die Siedler mit der Verpflichtung des "Schellenberg-Duos" gelandet. Marina Völkl und Wolfgang Plödt präsentierten sich von ihrer besten Seite und sorgten für ausgezeichnete Stimmung.
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