Heiße Diskusionen bei Bürgerversammlung in Georgenberg
Vorwürfe nach Eilentscheidung

Für Diskussionsstoff sorgte in der Bürgerversammlung der Verkauf des ehemaligen Schulhauses in Hinterbrünst. Bild: pi
Vermischtes
Georgenberg
23.11.2016
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Ein Dauerbrenner ist für Johann Maurer das Thema Feuerwehr. Im Hinblick auf den Bedarfsplan spricht der Bürgermeister von "noch genügend Diskussionsbedarf im Gemeinderat". Damit ist aber in der Bürgerversammlung am Dienstag das Feuer bereits entfacht.

Der Rathauschef sah sich im "Berggasthof" Schaller zum Teil massiver Kritik ausgesetzt, als ihm etwa Achim Helgert vorhielt, bei der Bestellung der Atemschutzgeräte eigenmächtig gehandelt und den Beschluss durch den Gemeinderat nachgeholt zu haben.

Maurer wiederum zeigte sich enttäuscht über die Dienstaufsichtsbeschwerde von Ratsmitgliedern der Freien Wähler und die erneute beim Landratsamt Neustadt/WN durch den Neudorfer Kommandanten Andreas Götz. "Zusammenarbeit sieht anders aus", sagte er dazu und verwies auf die Aussage von Kreisbrandmeister Alfons Huber, dass für die Atemschutzgeräte keine eigene Einweisung erforderlich gewesen sei. "Der Gemeinde ist kein finanzieller Schaden entstanden", war seine weitere Aussage zur getroffenen Eilentscheidung, die er mit der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren begründete. "Das hat auch das Landratsamt festgestellt."

Verraten und verkauft


"Einen Bock geschossen" hat die Gemeinde laut Josef Voit mit dem Verkauf des ehemaligen Schulhauses im Ortsteil Hinterbrünst. "Wir sind verraten und verkauft worden", meinte der ehemalige Vorsitzende der Feuerwehr Brünst, während Ex-Kommandant Albert Mäckl die vielen Leistungen der Wehr aufzählte und ergänzte: "Wir haben nie etwas gefordert."

Maurer wiederum verwies auf die Informationen in der Bürgerversammlung Anfang des Jahres - "der geplante Verkauf war bekannt" - und den Beschluss des Gemeinderats zum Verkauf. "Ich habe auch nur eine Stimme."

Spielgeräte für den Schulhof wünschte sich Mario Riedl, der sich für Gewerbetreibende eine bessere Unterstützung der Gemeinde erhoffte und den Gewerbesteuer-Hebesatz von 400 Prozent kritisierte. "Wenn wir aus dem Haushaltskonsolidierungszeitraum heraus sind, können wir darüber reden", war Maurers Stellungnahme dazu.

Laut Josef Meckl ist der Parkplatz bei der Kindertagesstätte "der meistgenutzte in der Gemeinde". Deshalb sprach sich der Kirchenpfleger für eine Befestigung der Fläche aus. Dank sagte er der Gemeinde noch für die vorzügliche Zusammenarbeit, zuletzt beim Einbau der Betriebsküche. "Eigentlich wollte ich den Parkplatz 2015 schon errichten lassen", ließ Maurer dazu wissen. "Der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Umweltausschuss waren aber dagegen."
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