Jubiläum der Kapellenweihe
Schmuckstück wird 20

Die Dorfkapelle St. Georg ist fast 20 Jahre alt. Am Sonntag, 24. April, feiern die Georgenberger das Weihejubläum. Bild: pi
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Georgenberg
22.04.2016
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In der Gründungsversammlung am 15. Juni 1985 hatte der Kapellenbauverein den Grundstock für den Neubau der Dorfkapelle St. Georg gelegt. Was daraus geworden ist, bewundern Einheimische und Gäste seit fast 20 Jahren.

Der Prachtbau ist zu einem Schmuckstück für die gesamte Gemeinde geworden. Bisherige Höhepunkte waren die Einweihung des kleinen Gotteshauses am 25. August 1996 durch den damaligen und bereits verstorbenen Diözesanbischof Manfred Müller sowie das zehnte Weihejubiläum, zu dem der zu diesem Zeitpunkt emeritierte Bischof ebenfalls gekommen war.

Werdegang in Broschüre


Im Mittelpunkt steht das schmucke Kirchlein wieder am Sonntag, 24. April. Einen Tag nach dem Namenstag des heiligen Georg feiert die Dorfgemeinschaft das Patrozinium und Weihejubiläum. Zum einjährigen Bestehen hatte der Kapellenbauverein, der inzwischen aufgelöst ist und sich seitdem "Fördergemeinschaft Dorfkapelle St. Georg" nennt, eine Broschüre herausgegeben, in der der Werdegang, angefangen von der Vereinsgründung bis hin zur Fertigstellung des Kirchleins mit der Weihe, enthalten ist.

Johann Ermer hatte das Werk in vielen Stunden zusammengestellt. Georgenbergs Ehrenbürger stand von der Gründung bis 2012 an der Spitze des Vereins und ist inzwischen Ehrenvorsitzender. Bereits die Titelseite mit einem Abdruck eines Bildes des Georgenberger Kunstmalers Reinhold Schultes lädt zum Durchblättern ein. Im Vorwort weist Ermer auf die schon zu Zeiten Pfarrer Michael Wagners entstandene Diskussion um den Bau einer Dorfkapelle in Georgenberg hin und schildert dann anschaulich den Werdegang der Baumaßnahme, der mit der Stiftung des Grundstücks durch Franziska und Reinhold Schultes begann.

Ermer stellt unter anderem den ortsbildprägenden Charakter des Gotteshauses heraus und ist sich im Hinblick auf die Zukunft sicher, "dass uns die Erhaltung, Betreuung und Pflege der gesamten Kapellenanlage sowie deren bedarfsgerechte weitere Ausstattung durch die Hilfe der Dorfgemeinschaft und all unserer Freunde, Helfer und Gönner gelingen wird". Nach Erzählungen und der Legende über den Namenspatron der Kapelle geht Ermer auf den Ablauf der Maßnahme ein. Auch die Gedichte "Das Kirchlein" von Elfriede Süß und "St.-Georgs-Glocke" von Reinhold Schultes sind enthalten. Mehrere Seiten sind der Weihe der Kapelle gewidmet, wobei die Festpredigt von Diözesanbischof Müller im Wortlaut abgedruckt ist.

Kirchlein im Detail


Ermer stellt das Kirchlein außerdem detailliert vor, führt die unentgeltlich am Bau geleisteten Arbeitsstunden auf, nennt die Spender und die am Bau und an der Ausstattung beteiligten Firmen und gibt eine Übersicht (Stand 30. Juni 1997) über die Kosten.

Programm der JubiläumsfeierlichkeitenDie Fördergemeinschaft Dorfkapelle St. Georg hat auf die schlechten Wetterprognosen für Sonntag reagiert. "Es ist schade, aber sicher die beste Lösung", begründet der Vorsitzende, Altbürgermeister Albert Kick, die Entscheidung, das 20. Weihejubiläum nicht in Georgenberg, sondern in der Pfarrkirche zu feiern.

"Am Ablauf ändert sich fast nichts", informiert Kick und wünscht sich: "Es wäre schön, wenn alle Vereine teilnehmen könnten." Die Feierlichkeiten beginnen um 9 Uhr mit der Aufstellung der Ehrengäste und Vereine beim Pfarrheim in Neukirchen zu St, Christoph zum Kirchenzug mit der Blaskapelle Waldkirch unter Leitung von Bernhard Träger.

Mit dabei ist zu Ehren des Hauptzelebranten, Abt Filip Zdenek Lobkowicz vom tschechischen Kloster Tepl, die "Historisch Hochfürstlich Lobkowitzische Grenadiergarde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein". Abmarsch ist um 9.15 Uhr zur Pfarrkirche, in der Abt Lobkowicz um 9.30 Uhr den Pontifikalgottesdienst feiert. Mitzelebranten sind Geistlicher Rat Antony Soosai, Pfarrvikar Julius Johnrose, Geistlicher Rat Martin Schultes und der in Uganda wirkende Pater Hans Pfeifer.

Dazu singt der Kirchenchor mit Reinhold Schultes an der Spitze. Als weiterer Höhepunkt schließt sich die traditionelle Pferdesegnung an. Danach geht es in das Gasthaus "Zum Ritter St. Georg" zum Frühschoppen. Der Gottesdienst in Neuenhammer entfällt. (pi)
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