Nachmittag für alle Generationen in Neukirchen
Zwischen Feuerstuhl und Bleifuß

Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als der Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Susanne Schieder (vorne, links) das Musical "Ritter Rost und das Gespenst" aufführte. Bild: pi
Vermischtes
Georgenberg
31.10.2016
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Die Bezeichnung "Nachmittag für alle Generationen" - eine Idee des Faislbachers Rupert Herrmann - hätte nicht treffender sein können. Alt und Jung, Groß und Klein waren am Sonntag in den Saal des Pfarrheims gekommen, und das schon lange vor dem offiziellen Startschuss.

Neukirchen zu St. Christoph. Die Vorfreude war groß auf das, was Susanne Schieder wieder aus dem Hut gezaubert hatte. "Ich soll heute nicht zu viel reden", ließ Geistlicher Rat Antony Soosai am Anfang wissen. Er beschränkte sich neben seinem Lob für die Leiterin des Kinder- und Jugendchors einschließlich der Mädchen und Buben, aber auch der Eltern, auf die Feststellung, dass "Musik verbindet."

Die Vorschuss-Lorbeeren waren berechtigt. Bereits zum Beginn des Musicals "Ritter Rost und das Gespenst" von Jörg Hilbert und Felix Janosa zeigte sich: da sind wahre Künstler am Werk. Und so amüsierte sich das Publikum köstlich über "Ritter Rost", der zwar über Mut, Tapferkeit und Wissen singt, aber eigentlich ein kleiner Feigling ist.

Leibgericht: Schrott-Torte


Er lebt zusammen mit dem Burgfräulein "Bö", ihrem sprechenden Hut und dem Hausdrachen "Koks" auf der Eisernen Burg und ernährt sich am liebsten von "herrlich marinierten Auspuffrohren", belegten Hufeisen und kandierten Stecknadeln. Sein Leibgericht: Schrott-Torte. "Ritter Rost" hat bisher alle Ritterturniere verloren. Aber wenn er sein Ritterpatent verlängern will, muss er unbedingt ein Turnier gewinnen. Das teilt ihm König "Bleifuß" mit. Deshalb macht sich der Ritter mit seinem Pferd "Feuerstuhl" auf die Suche nach einem Wettkampf.

Der Drache "Koks" bekommt unterdessen Besuch, als ein obdachloses Gespenst eine neue Unterkunft sucht und bei einem inszenierten Gespenstertanz zeigt, wie toll es spuken kann. Jetzt ist das Interesse des Königs geweckt, und er will auch ein Gespenst sein. Als der Ritter auf seine Burg zurückkehrt, erwarten ihn der König, dessen Schreiber "Ratzefummel" sowie viele weitere Ritter und fordern ihn zum Turnier. Nach dem Kampf gegen den "Schwarzen Ritter" gewinnt er nicht nur das Ritterpatent, sondern auch den spukenden Geist. Am Ende steht die Überzeugung, dass man mit Gespenstern auf der Burg noch viel besser feiern kann. Den Beifall nach dem Schlussakkord hatten sich die Mädchen und Buben redlich verdient. Bei Kaffee und Kuchen sowie Deftigem gab es deshalb reichlich Gesprächsstoff und Lob für das gesamte Ensemble. Der Dank von Schieder galt außerdem dem Katholischen Frauenbund für die Bewirtung.
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