OWV Georgenberg mit beeindruckendem Arbeitsnachweis
Amphibien schauen in die Röhre

Der OWV Georgenberg hat mit Ludwig Herrmann (Mitte) ein neues Ehrenmitglied. Dazu gratulierten Vorsitzender Manfred Janker (rechts), Stellvertreterin Martina Helgert, Bürgermeister Johann Maurer und der stellvertretende OWV-Hauptvorsitzende Klaus-Hannes Kahler (von links). Bild: pi
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Georgenberg
21.03.2016
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Die Berichte in der Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins am Samstag im Vereinslokal "Berggasthof" Schaller hatten bei Klaus-Hannes Kahler nachhaltige Eindrücke hinterlassen. "Eure Arbeit ist aller Ehren wert", anerkannte der stellvertretende Vorsitzende des OWV-Hauptvereins.

"Gegenüber 2014 gab es keine Veränderungen", ließ Willibald Gleißner wissen. Nach den Aussagen des Vogelschutzwarts ist der Bestand an Nistkästen mit 216 gleichgeblieben. "Darunter befinden sich 20 Raufußkauz- und 16 Mauerseglerkästen", sagte der Experte, der über die 15 neuen Unterkünfte aus Holzbeton informierte und auch auf Veranstaltungen, darunter das 30-jährige Bestehen der Jahrestagung der bayerischen Fledermausschützer an der Münchener Ludwig-Maximilian-Universität, zurückblickte.

Ende November hatte Gleißner eine Gruppe Zweifarbfledermäuse entdeckt. "Es handelt sich um eine seltene Art, die in unserer Gegend noch nicht bestimmt ist und im westlichen Landkreis eher als Einzeltier aufgetaucht", wusste der Wart. Als "Vogel des Jahres 2016" nannte er den Stieglitz, als "Fledermaus 2016" den großen Abendsegler.

2572 Kröten eingesammelt


Bei der Amphibienaktion 2015 hatte Rainer Folchmann 2572 Kröten eingesammelt (einschließlich drei Kreuzkröten und 80 bastardisierte und stark gefährdete Kröten), dazu 15 Zauneidechsen, 7 Grasfrösche, 576 Teichmolche, 65 Bergmäuse, und 5 Waldeidechsen. "In diesem Jahr wird mit der Kartierung der Amphibien, Reptilien sowie Flechten, Moose und seltenen Pflanzen begonnen", sagte der Naturschutzwart, der den Einbau einer Amphibienröhre im Zuge des weiteren Ausbaus der Staatsstraße von Gehenhammer nach Georgenberg ankündigte. Dazu kommt eine Amphibienrinne am Ortsausgang von Georgenberg in Richtung Galsterlohe.

40 Bänke betreut Bernhard Schaller, der die kostenlose Errichtung einer Bankgruppe am Schellenberg erwähnte. "Die Markierungen passen", stellte Josef Meckl, dem die weiteren Wanderwarte Willibald Gleißner (Flossenbürg) und Markus Meyer beipflichteten, fest.

"Ganz so schmackhaft war es nicht, wie du gesagt hast", sagte Egbert Kohl mit einem Grinsen im Gesicht zu Vorsitzendem Manfred Janker, als er von einer "schweißtreibenden Arbeit entlang des Grenzwegs" berichtete. Bürgermeister Johann Maurer ist auch in Sachen Wanderwege tätig, und zwar auf dem "Glasschleifererweg" von Neuenhammer nach Prollermühle. "Das 140 Kilometer lange Wanderwegenetz beansprucht uns ganz schön", meinte Janker dazu.

Auf große Resonanz gestoßen waren laut Sieglinde Gleißner alle Wanderungen. Werbung machte die Wartin für die "Mittwoch-Wanderungen" und kündigte für den Ostermontag eine "Emmaus-Tour" in Flossenbürg und für den 14. Mai den "Tag des Wanderns" an. Um den Wanderparkplatz auf der Planer Höhe kümmert sich Ludwig Frauenreuther. Albert Kicks Aussagen zufolge waren die Vorträge zum "Tag des offenen Denkmals" und das Entzünden des Johannisfeuers gut angekommen. Für den 11. September dieses Jahres konnte sich der Heimatpfleger als Thema die Geschichte der St.-Johannis-Kapelle in Waldkirch vorstellen. "Sie ist im August 1766, also vor 250 Jahren, geweiht worden."

Dank sagte Janker allen Sponsoren und Helfern, als er auf den Neubau des Floßes und die Sanierungsprojekte an der Mühle Gehenhammer zurückblickte. "Wir haben acht neue Wandertafeln errichtet", informierte der Vorsitzenden. Zudem hob er die Instandsetzung des Zugangs zur Burgruine Schellenberg her und wünschte sich, "dass zwei neue Wangen für die Treppe eingebaut werden sollten". Auch bei der Mühle sind laut Janker wieder Instandsetzungen fällig.

Ein Lob erhielt Schatzmeister Josef Woppmann, dem Hermann Pflaum und Hans Wloka vorzügliche Buchführung bescheinigte. Bürgermeister Johann Maurer sprach von einer problemlosen Zusammenarbeit und machte Werbung für die Errichtung eines "Schönwerth-Märchen- und Sagenpfads" auf einem Teilstück des "Glasschleifererwegs".

Im Vereinsleben Zeichen gesetztDer Oberpfälzer Waldverein Georgenberg hat mit Ludwig Herrmann ein neues Ehrenmitglied. "Diese Auszeichnung hast du verdient", sagte Vorsitzender Manfred Janker zu seinem früheren langjährigen Stellvertreter. Der ehemalige zweite Bürgermeister der Grenzlandgemeinde gilt als eine Persönlichkeit, die nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch im Vereinsleben viele Zeichen gesetzt hat.

"Du bist nach wie vor da, wenn ich dich brauche", wusste Janker das herausragende Engagement des 75-Jährigen zu schätzen, und überreichte ihm mit seiner Stellvertreterin Martina Helgert sowie Bürgermeister Johann Maurer und dem stellvertretenden OWV-Hauptvorsitzenden Klaus-Hannes Kahler die Ehrenurkunde. (pi)
In diesem Jahr wird mit der Kartierung der Amphibien, Reptilien sowie Flechten, Moose und seltenen Pflanzen begonnen.Naturschutzwart Rainer Folchmann
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