Auf starken Grund gebaut

Unter Federführung von Maria Kellner vorbereitet, erklärten Kinder der Kinderturngruppe ihre Sicht von Sport und Glauben.
Lokales
Gleiritsch
08.07.2015
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"Die DJK Gleiritsch baut heute auf den Grund, den die verstorbenen Mitglieder gelegt haben": Das brachte Pfarrer Johann Wutz beim Totengedenken zum DJK-Jubiläum zum Ausdruck, dem ein Dankgottesdienst auf dem Festgelände folgte.

Im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik und Sport, des Gemeinderats, der örtlichen Vereine und der Bevölkerung gedachte die DJK-Familie am Friedhof der verstorbenen Mitglieder, die für die Kommune Bahnbrechendes geleistet haben.

Aus ihren visionären Vorstellungen entwickelte sich das Pflänzchen DJK in den letzten 50 Jahren zu einer gesellschaftlichen Institution, die heute aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken ist. Die DJK (Deutsche Jugendkraft) ist der katholische Sportverband in Deutschland, der mit seinen 500 000 Mitgliedern in rund 1 100 Vereinen für alle Menschen offen steht, die seine Ziele mittragen. Der Begriff DJK entstand in der Blütezeit der Jugendbewegung. "Sport, Gemeinschaft und Glauben" sind nach den Worten des DJK-Vizepräsidenten Siegmund Balk die Säulen der DJK. Der Vorsitzende der DJK, Christian Schwandner, legte als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Demut für die verstorbenen Mitglieder am Friedhofskreuz eine Blumenschale ab.

Im anschließenden Dankgottesdienst, musikalisch von der Blaskapelle Gleiritsch unter der Leitung von Paul Braun feierlich umrahmt, stellte Pfarrer Johann Wutz die Frage: "Sportverein und Kirche - wie passt das zusammen?" Pfarrer, Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der DJK-Familie gaben in bemerkenswerter Weise interessante Antworten, die manchen Gottesdienstbesucher staunen und nachdenken ließen. Unter Federführung von Maria Kellner vorbereitet, erklärte die Kinderturngruppe ihre Sicht von Sport und Glauben. Für manch einen Erwachsenen war das bestimmt eine neue Erfahrung.

Magnus Kellner sprach in seiner Darstellung die weltweite Begeisterung für Fußball an und setzte diese in Bezug zur weltumspannenden Kirchengemeinschaft. Simone Schön meinte: "Fußball ist ein Spiel. In jedem Spiel gibt es Regeln. Der Pfiff des Schiedsrichters gehört ebenso zum Spiel wie Gelbe und Rote Karten. Auch die Kirche hat solche Regeln. Nur wer sich an die Gebote hält, kann fair in Frieden zusammenleben", so Simone.

Weitere Beispiele aus Sport und Kirche zeigten den engen Bezug der beiden Interessensgruppen. Pfarrer Johann Wutz merkte in seinen Schlussworten an: "Ganz wichtig ist es auch, gemeinsam zu feiern, so wie wir es hier und heute erleben".
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