Ein Preis und viel Gegenwind

Lokales
Gleiritsch
27.04.2015
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Dorfladen und Backofen sind die Aushängeschilder in Gleiritsch. Dafür hat die Gemeinde sogar einen Preis eingeheimst. Grund zur Klage sahen die Bürger aus anderen Gründen.

. (sgs) Bei der Bürgerversammlung im Gasthaus "Zum Dorfwirt" bezog sich Bürgermeister Hubert Zwack auf vielerlei Aktivitäten bezüglich des geplanten "Windparks Pamsendorf". Die Gemeinde und verschiedene Bürger hätten dagegen geklagt, beim Verwaltungsgericht wurde Beschwerde eingelegt. Dem Petitionsausschuss im Landtag habe man 2600 Unterschriften vorgelegt. Die Petition werde nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts behandelt. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister der Bürgerinitiative "Gegenwind Gleiritsch" mit ihrem Vorsitzenden Dr. Siegfried Burger für die geleistete Arbeit und den unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl.

Silbermedaille

Zwack erinnerte an den Bezirksentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft". Gleiritsch erhielt die Silbermedaille, diese wurde im Oktober bei einem Festaktes überreicht. Und noch einen Erfolg verbuchte Gleiritsch. Die Gemeinde gehört zu den insgesamt elf Preisträgern, die im November aus den Händen von Staatsminister Helmut Brunner den mit 1500 Euro ausgelobten Staatspreis für Land- und Dorfentwicklung in Empfang nehmen durften. Den Preis gab es für herausragende Leistungen zur Verbesserung von Lebensbedingungen und Standortqualität, um durch gemeinsamen Einsatz die ländliche Heimat für die Zukunft zu stärken. Durch die Verwirklichung des Dorfladens habe man diese Kriterien erfüllt werden. Der Dorfladen erhielt außerdem bei der internationalen "Grünen Woche" in Berlin die Auszeichnung "Dorfladen des Jahres 2015". Zwack nutzte die Bürgerversammlung, um dem Dorfladen-Team den Staatspreis in Form eines Schecks zu überreichen

Geheimtipp Backtag

Und noch einen Punkt hob der Bürgermeister hervor: Die Urnen-Anlage auf dem Friedhof wurde im vergangenen Jahr errichtet. Sie füge sich harmonisch in die Umgebung ein. Am Ende seiner Bilanz dankte der Bürgermeister den Gemeindemitarbeitern, der Feuerwehr und den Vereinen, die mit Jugendarbeit und Veranstaltungen für ein attraktives Gemeindeleben sorgen. Dadurch werde eine Gemeinde erst lebens- und liebenswert. Lobende Worte gab es auch für das "Backofen-Team", allen voran Bäcker Richard Wildenauer, Norbert Schön, Robert Irlbacher und Michael Zinkl. Der monatliche Backtag habe sich zu einem Geheimtipp entwickelt.

Der Schwerpunkt für die kommenden Jahre liegt laut Zwack beim Breitbandausbau. Hierzu erhält die Gemeinde 80 Prozent Förderung (maximal 790 000 Euro) und nochmals 50 000 Euro aus der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Teunz. Durch diese hohen Fördergelder sei es möglich, Glasfaserkabel in jedes Haus zu legen. Die erste Ausschreibung wurde aufgehoben, momentan finde eine Markterkundung statt. Bis Ende 2018 müsse der Ausbau abgewickelt sein. Aus diesem Grund würden auch momentan keine Arbeiten an renovierungsbedürftigen Straßen erfolgen.

Da in der Gemeinde momentan kein Bauplatz mehr frei ist, denke man über eine Ausweisung eines neuen, kleinen Baugebietes nach. Ein größeres Problem sieht der Bürgermeister mit der Einstellung des Winterdienstes durch den Landkreis auf sich zukommen. Ob die Gemeinde selbst ein geeignetes Fahrzeug anschaffen wird oder diese Arbeiten an Fremdfirmen übergibt, müsse erst noch genau diskutiert werden. Zwack bat vorab um Verständnis, sollte der Winterdienst nicht wie gewohnt funktionieren. Fest eingeplant sei ein Ferienprogramm für Kinder, vier Veranstaltungen habe man notiert.

Gefährliche Treppe

In der sich anschließenden Diskussion verwiesen Bürger auf die "gefahrenträchtige" Treppe am Grüngutcontainer. Laut Bürgermeister ist das Problem bereits im Gemeinderat angesprochen worden. Die Gemeinde wolle sich nun um eine sicherere Aufstiegshilfe kümmern, da es laut Entsorgungsfirma keine andere Lösung gibt.
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