Kirwa ein Rausch für die Ohren

Lokales
Gleiritsch
27.10.2014
10
0

Sieben bestens gelaunte Kirwapaare, die hervorragend aufspielende Band "Grögötz Weißbir" und ein volles Festzelt waren die Garanten für einen Kirwaauftakt nach Maß. Der Sonntag war mit Gottesdienst, Frühschoppen und " Dreikampf" nicht minder erstklassig.

Die vielen Besucher an beiden Tagen zeigten, dass diese Veranstaltung der "Kirwafreunde Anpfiff 09" fast schon eine Institution und aus dem Terminkalender der Gleiritscher nicht mehr wegzudenken ist.

Die sieben Kirwapaare zogen am Samstag unter musikalischer Begleitung von Gerald Kiener vom Fußballplatz zum Festzelt am Schulplatz. Nach dem Einzug ins beheizte Zelt wurde die Kirwa mit dem Kirwatanz um den Kirwabaum, der mit bunten Bänder und den Bildern der Kirwapaare geschmückt war, eröffnet. Unter großem Applaus der Besucher wurden noch einige Dreher und Landler vorgeführt, bevor dann "Grögötz Weißbir" das Kommando übernahm. Getreu Ihrem Motto "Rausch für Ihre Ohren" zogen sie die Kirwabesucher in ihren Bann und brachten das Zelt zum Kochen.

Die Tanzfläche war stets überfüllt und es war für jeden Geschmack etwas dabei. Zur Abkühlung gab es süffiges Bier der Schlossbrauerei Fuchsberg und in der Bar das eine oder andere Schnapserl. Für den kleinen und großen Hunger war ebenfalls bestens gesorgt, es wurden filetierte Kirwakarpfen, Schnitzel sowie andere kalte und warme Köstlichkeiten angeboten.

Kirwageschenke

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Übergabe von Kirwageschenken unter den Kirwapaaren, wobei die Burschen für ihre Moidln einen "Bierkistl-Landler" um den Kirwabaum einstudiert hatten und die Moidln ihre Burschen mit einem Flaschenöffner in Breznform überraschten. An beiden Festtagen konnten von den Kirwapaaren selbst gestaltete Kirwa-Kalender und Kirwabuttons erworben werden.

Der Kirwa-Sonntag begann mit einem Kirchenzug der Vereine vom Festzelt aus zum Gottesdienst. Der sich anschließende Weißwurstfrühschoppen im Festzelt wurde von der Blaskapelle Gleiritsch musikalisch umrahmt. In der Zwischenzeit konnten sich die Besucher im Barzelt "im Saustechen" üben. Bei den Kindern gewann Simone Schön vor Emelie Ziesch und Magnus Kellner, bei den Erwachsenen hatte Dominik Kiener vor Leo Böhm und Magdalena Kellner die Nase vorn.

Nach dem Mittagessen, das mit Kirwakarpfen, Gänsebrust mit Knödel und Schnitzel sehr üppig ausfiel, übernahmen "Mir Kiener Bayrisch" das Kommando. Bei gemütlicher Musik und Kaffee und Kuchen ließen es sich viele nicht nehmen, das Tanzbein zu schwingen oder mitzusingen. Den letzten Höhepunkt der 6. Gleiritscher Kirwa bildete der "Altbayerische Dreikampf": Damen und Herren maßen sich hier im K.O.-Verfahren in den Disziplinen "Maßkrug-Stemmen", "Bierfilzl-Werfen" und "Kantholz-Sägn". Unter großem Beifall und Unterstützung der zahlreichen Zuschauer wurden zuerst Maßkrüge gestemmt bzw. in der Damenrunde Halbekrüge.

Die jeweils vier Besten kamen in die nächste Runde, in der Bierfilzl in eine gut drei Meter entfernte, auf einem Biertisch hochkant stehende Kiste geworfen werden mussten. Die drei besten "Werfer" standen im Finale und mussten von einem Kantholz ein Stück mit genau 666 Gramm absägen. Bester Dreikämpfer war Sebastian Braun vor Judith Hartl und Carola Köppl.

Von "der letzten Sau"

Zum Ende der 6. Gleiritscher Kirwa wurde noch das - schon fast zur Kirwatradition gewordene - Lied von "der letzten Sau" gespielt und alle waren sich einig, dass die Kirwa in Gleiritsch mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender hat. Am Kirwa-Montag fand das "Kirwabär-Treiben" statt. Hier schlüpft ein vorher bestimmter Kirwabursch in ein Bärenkostüm und wird von einem Treiber mit Musik und dem Kirwagefolge von Haus zu Haus getrieben. Am Ende des Treibens kehrte die ganze Gesellschaft beim "Dorfwirt" ein, um den Kirwa-Montag noch gebührend ausklingen zu lassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.