Mit Rap und Strumpfband

Die kleinen Gäste bei der Gleiritscher Kirwa (links) bewundern die Großen, die in Dirndl oder Lederhose ausgelassen über die Tanzfläche fegen. Mancher überlegt sich wohl schon eine Zukunft als Kirwamoidl oder -bursch. Bilder: sgs (2)
Lokales
Gleiritsch
22.10.2015
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Elf bestens gelaunte Kirwapaare, die hervorragend aufspielende Band "D'Urwaidler" und ein volles Festzelt waren die Garanten für einen Kirwaauftakt nach Maß. Die Kirwapaare hatten dazu ein paar Überraschungen im Gepäck.

Der Kirwasonntag fiel etwas ruhiger aus, war aber mit Gottesdienst, Weißwurstfrühschoppen, Saustechen, Mittagessen und Tanzeinlagen nicht minder beliebt. Die vielen Besucher an beiden Tagen zeigten, dass diese Veranstaltung der "Kirwafreunde Anpfiff 09" aus dem Terminkalender der Gleiritscher nicht mehr wegzudenken ist.

Die elf Kirwapaare zogen am Samstag um 19 Uhr vom Fußballplatz zum bereits voll besetzten Festzelt am Schulplatz. Nach dem Einzug ins beheizte Zelt ging es zum Kirwatanz um den Kirwabaum, der mit bunten Bändern und den Bildern der Kirwapaare geschmückt war. Unter großem Applaus wurden noch einige Dreher und Landler vorgeführt, bevor dann "D'Urwaidler" das Kommando übernahmen. Getreu dem Motto "urig, zünftig, rock'ma" zogen die Musiker sämtliche Besucher in ihren Bann und brachten das Zelt zum Kochen. Die Tanzfläche war stets gefüllt, und es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Zur Abkühlung gab es süffiges Bier der Schlossbrauerei Fuchsberg, und in der Bar wartete das eine oder andere Schnapserl. Zu Essen gab es filetierte Kirwakarpfen, Schnitzel sowie andere kalte und warme Köstlichkeiten. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Austausch von Geschenken unter den Kirwapaaren. Die Moidln kamen in Lederhose und eigens für die Kirwa angefertigten T-Shirts und hatten für die Burschen das Lied "Nimmer" von der bayerischen Band "Deschowieda" zu einem Kirwa-Rap umgedichtet, den sie unter dem begeisterten Beifall des Publikums vortrugen. Darüber hinaus tanzten sie zu "Rock mi (wenn da Maibaum wieder am Dorfplatz steht...)". Die Burschen überraschten ihre Moidln mit Strumpfbändern. An beiden Festtagen konnten die Gäste von den Kirwapaaren selbst gestaltete Kalender und Buttons erwerben.

Saustechen

Am Kirwa-Sonntag spielte die Blaskapelle Gleiritsch zum Weißwurstfrühschoppen im Festzelt auf. Wer Lust hatte, konnte sich im Barzelt im Saustechen üben. Sieger bei den Kindern wurde Anika Meier vor Stefan Schneider und Marie Zeitler. Bei den Erwachsenen hatte Leo Birner die Nase vorn, gefolgt von Michael Birner und Lisa Kraus.

Nach dem Mittagessen, das mit Kirwakarpfen, Gänsebrust mit Knödel, Hirschbraten und Schnitzel sehr üppig ausfiel, übernahmen am Nachmittag "Mir Kiener Bayrisch" das Kommando über die anwesenden Besucher. Bei gemütlicher Musik und Kaffee und Kuchen ließen es sich viele nicht nehmen, das Tanzbein zu schwingen oder mitzusingen. Einen weiteren Höhepunkt der 7. Gleiritscher Kirwa bildete der Auftritt der Kinderturngruppe "Power Kids". Die Kinder hatten unter der Regie von Andrea Zeitler und Tanja Arbter die Lieder "Rock mi", "Hiatamadl" und den "Zillertaler Hochzeitsmarsch" einstudiert, und die Zuschauer sparten nicht mit Applaus. Als Zugabe tanzten sie zusammen mit den Kirwamoidln nochmals zu "Rock mi".

Kirwabär im Fokus

Eine Überraschung hatten sich einige der Eltern der Kirwamoidln und -burschen ausgedacht und selbst unter Anleitung von Christa Bösl aus Oberviechtach vier Tänze einstudiert. Sechs Paare tanzten zu "Hans bleib do", "Hiatamadl", "Zuckersüße Maus" und einen Siebenschritt. Zum Finale gab es das Lied von "der letzten Sau".

Am Kirwa-Montag fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal das "Kirwabär-Treiben" statt: Ein vorher bestimmter Kirwabursch schlüpft in ein Bärenkostüm und wird von einem Treiber mit Musik und dem Kirwa-Gefolge von Haus zu Haus getrieben. Mit Flo und Johannes von der Band "Grögötz Weißbir" hatten die Kirwapaare nach langer Suche eine hervorragende musikalische Begleitung gefunden. Am Ende des Treibens kehrte die ganze Gesellschaft beim "Dorfwirt" ein, um die Feier gebührend ausklingen zu lassen.
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