Natur und Tiere näher gebracht

An vier Stationen wurde Kindern und Erwachsenen Wissenswertes über die heimische Tierwelt berichtet und mit Präparaten verdeutlicht. Bild: sgs
Lokales
Gleiritsch
09.06.2015
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Mit Kindern in der Natur - der erste Termin im Ferienprogramm fand großen Zuspruch und war für alle Teilnehmer interessant und lehrreich. An vier Stationen wurde Wissenswertes über die heimische Tierwelt berichtet und mit Präparaten verdeutlicht.

34 Kinder im Alter zwischen zwei und 13 Jahren sowie 46 Erwachsene folgten der Einladung der Krieger und Reservistenkameradschaft unter ihrem Vorsitzenden Josef Irlbacher. Start der Aktion war das "Wildgehege Plassenberg", dessen Besitzer Richard Wildenauer einen Überblick über seine Tiere und deren Besonderheiten gab. Mufflons, Sika, Rotwild, Wildschweine, Waschbären, Fasane und noch etliche andere Tiere haben hier eine Heimat gefunden.

Imker und Jäger

Anschließend ging es weiter zu einem Waldgebiet unterhalb des "Katzensteins", wo schon der Imker Johann Gschrey sowie die Jäger Hubert Zwack und Reinhard Frischholz auf die Wanderer warteten. Aufgeteilt in drei Gruppen erfuhren die Teilnehmer dann Wissenswertes über Bienen, Vögel, Wildtiere wie Reh, Fuchs, Dachs, Marder oder Iltis und bekamen einen Einblick in einen Dachsbau. Johann Gschrey, Imker aus Lampenricht und Besitzer von über 20 Bienenvölkern, erklärte anhand von Schautafeln und einem Schaukasten, in dem sich ein Bienenvolk befand, die Lebens- und Arbeitsweise der Honigbienen. Dass sich die Bienen den Zusatz "fleißige Bienen" auch wirklich verdienen, mache allein deutlich, dass eine Biene von der Flugstrecke her zwei Mal um die Erde fliegen müsse, um ein Pfund Honig zu erzeugen.

Der Jäger Reinhard Frischholz erzählte den Zuhörern anhand von Tierpräparaten über die verschiedenen Eigenarten der einheimischen Greifvögel Bussard, Habicht, Sperber und Falke. Er erklärte auch, dass man einen Habicht selten zu Gesicht bekomme, da dieser nicht so auffällig am Himmel kreise wie ein Bussard, den man oft auch auf Wiesen und Feldern sitzen sehe. Ob man einen älteren oder einen jüngeren Habicht vor sich habe, könne man am Federkleid der Vogelfüße erkennen.

Die letzte Station der Naturwanderung hatte Bürgermeister Hubert Zwack in seiner Eigenschaft als Jäger übernommen. Er führte aus, dass sich die Teilnehmer auf einem über 100 Jahre alten Dachsbau befänden, was durch viele kleinere und größere Löcher im Boden zu erkennen war. Er könne sich noch erinnern, dass in seiner Kindheit einmal ein Dackel, der in den Bau gekrochen war, ausgegraben werden musste. Dachse hätten nämlich die Angewohnheit, Eindringlinge im Bau zu vergraben. Momentan sei der Bau aber nicht bewohnt, da die Dachse durch Rodungsarbeiten im Wald gestört seien. Wer wollte, konnte zum Abschluss noch auf den Katzenstein, mit 622 Metern die höchste Erhebung in Gleiritsch, gehen und sich dort ins Gipfelbuch eintragen.

Brotzeit zum Abschluss

Nach diesen informativen und interessanten Einblicken in die Tierwelt wanderten alle zur Kroau, wo die Mitglieder des Kriegervereins bereits mit Wienersemmeln, Knackern zum Grillen am Lagerfeuer und Getränken auf die hungrigen Wanderer warteten. Diese gut besuchte Aktion war ein voller Erfolg und lässt hoffen, dass auch die weiteren drei Aktionen von Musikverein, Feuerwehr und Gartenbauverein ebenso Anklang finden werden.
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