Räte fordern Analyse

Lokales
Gleiritsch
27.06.2015
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Schlaglöcher in der Hauptstraße und die Windparkpläne zweier Nachbarkommunen beschäftigten den Gemeinderat Gleiritsch in der jüngsten Sitzung.

Ausgiebig wurde die Änderung des Flächennutzungsplans von Guteneck zur Darstellung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen diskutiert, an deren Verfahren Gleiritsch wie alle Nachbargemeinden per Gesetz beteiligt wird. Bürgermeister Zwack las den Beschluss zur Stellungnahme vor. Seitens der Gemeinde betrachte man die Nutzung der Windkraft in der Region sehr kritisch, da die Wirtschaftlichkeit zu hinterfragen ist, betonte er. Die starke Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch mittlerweile 200 Meter hohe Windkraftanlagen stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen. Aus Sicht der Gemeinde sei die Kleinteiligkeit der Landschaft einzigartig und damit schützenswert.

Damit traf Bürgermeister Zwack auch die Meinung der anwesenden Mitglieder der Bürgerinitiative Rottendorf. Mit einer Gegenstimme wurde dieser Beschluss angenommen. Gegenwärtig gelte noch die 10H-Regelung, allerdings laufe eine Klage dagegen, erklärte VG-Leiter Anton Brand. Ohne ausgewiesene Konzentrationsflächen könne es zu Wildwuchs an Anlagen kommen. Aus rechtlicher Sicht gebe es jedoch keinen Grund, diese Flächen abzulehnen.

Der gleiche Beschluss erging auch für die Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Niedermurach. Zur Beurteilung der optischen Betroffenheit fordert die Gemeinde Gleiritsch eine Sichtbarkeitsanalyse. "Die Energiewende kann nur mit der Akzeptanz und Unterstützung der Bürger gelingen", so Bürgermeister Zwack abschließend.

Die Instandsetzung der Hauptstraße ab der Einmündung nach Trichenricht bis zur Abzweigung zum Lohweg erfolgt durch Ausbessern der Löcher und schadhaften Stellen. Wegen des im kommenden Jahr geplanten Breitbandausbaus sei eine umfangreichere Sanierung gegenwärtig nicht sinnvoll.

Zum Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Carport von Maria und Thomas Zinkl gab es "grünes Licht", da die Erschließung vorhanden ist. Die Änderung des Flächennutzungsplans mit Bebauungsplan der Stadt Pfreimd wurde der Gemeinde Gleiritsch vorgelegt. Die darin aufgeführte Erweiterung des Gewerbegebiets berührt Gleiritsch jedoch nicht, so bestanden keine Einwände. Auch gegen die geplante Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Trausnitz im Bereich des Ortsteils Söllitz, in dem vier Bauparzellen geschaffen werden sollen, bestanden keine Einwände.

Als nichtöffentliche Beschlüsse gab Bürgermeister Zwack bekannt, dass der Auftrag für Mulcharbeiten und Grabenreinigung an die Firma Helmut Seebauer Tiefbau Schwarzhofen genehmigt wurde. Außerdem wurde der Winterdienst für die Gemeindestraßen ausgeschrieben.
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