Schulden auf niedrigem Niveau

Der Gemeinderat genehmigte die neue Gebührensatzung für den Friedhof Gleiritsch. Die schön angelegte Einrichtung am bewaldeten Hang verfügt seit 2014 auch über Urnenstelen (links oben). Bild: sgs
Lokales
Gleiritsch
28.07.2015
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Die Pro-Kopf-Verschuldung in Gleiritsch wird sich zum Jahresende bei 301 Euro einpendeln. Im Vergleich sehr niedrig, stellten die Gemeinderäte fest. Sorge bereitet dagegen der Trend nach unten bei den Einwohnerzahlen.

Haushaltsplanung 2015, Entscheidungen im Bereich des Friedhofswesens, der Beitritt zum Zweckverband thermische Klärschlammverwertung Schwandorf und die Bestellung einer Seniorenbeauftragten standen bei der Gemeinderatssitzung zur Beratung an. Zum Haushalt 2015 übergab Bürgermeister Hubert Zwack das Wort an Kämmerer Sebastian Höcherl, der ebenso wie Anton Brand, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft, anwesend war. Das Zahlenwerk hatte den Räten vorab zur Einsicht vorgelegen.

657 Einwohner

Während der Verwaltungshaushalt mit 911 180 Euro abschließt, umfasst der Vermögenshaushalt 194 648 Euro. Der Anteil an der Einkommenssteuer (300 000 Euro) hat sich um 16 000 Euro erhöht und auch die Schlüsselzuweisungen (218 000 Euro) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 29 000 Euro an. Bei den Gewerbesteuereinnahmen werden dieses Jahr 64 000 Euro erwartet (84 000 Euro in 2014). Neben den allgemeinen Zuweisungen und Umlagen bilden diese drei genannten Posten den Schwerpunkt der Einnahmen im Verwaltungshaushalt.

Der Schuldenstand zum Jahresende 2014 betrug 258 571 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde wird zum Jahresende voraussichtlich bei 301,42 Euro liegen, was im Vergleich mit anderen Gemeinden (durchschnittlich 569 Euro), relativ niedrig sei.

Leider rückläufig ist die Einwohnerentwicklung, die mit 657 Personen zum Stichtag 30. Juni 2014 den Trend nach unten bestätigt (668 in 2013; bzw. 677 Personen in 2008). "Die Gemeinderäte können stolz auf diesen Haushalt sein", lautete Höcherls Aussage zum Abschluss der Haushaltsberatung. Einstimmig erfolgte die Zustimmung zum Finanzplan und Investitionsprogramm für die Jahre 2014 bis 2018, zu Haushaltsplan und Haushaltssatzung. Der nächste Tagesordnungspunkt befasste sich mit dem Bereich Friedhofswesen. Zunächst wurde eine neue Satzung für die Benutzung der Friedhofs- und Bestattungseinrichtung angenommen und genehmigt.

Seit vergangenem Jahr gibt es in Gleiritsch vier Urnenstelen mit jeweils drei Kammern. Die Festlegung der Art der Beschriftung der Kammerverschlussplatten stand nun ebenfalls zur Diskussion. Geschäftsstellenleiter Anton Brand hatte hierzu verschiedene Beispiele vorgelegt. Da die Daten von bis zu drei Verstorbenen auf einer Platte Platz finden müssen, war man sich schnell klar darüber, dass die Schrift nicht zu groß und der Text nicht zu umfangreich werden sollte. Die Räte einigten sich auf eine goldene Schrift mit Groß- und Kleinbuchstaben, bestehend aus Name, Vorname, Geburts- und Sterbejahr.

Gebühr für Sargträger

Im Anschluss erfolgte die Billigung der Gebührenkalkulation für den Friedhof. Grund hierfür war ein Antrag des Bestatters auf Erhöhung der Gebühren für die Leichenträger von bisher 14 Euro auf 30 Euro. Durch die Errichtung der Urnenstelen wurde auch eine neue Friedhofsgebührensatzung notwendig. Einstimmig wurde auch diese von den Gemeinderäten genehmigt.
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