Stümper leben gefährlich

Die Fallrichtung muss durch gezielte Einschnitte im Baumstamm vorbereitet werden. Auch das gehört zu den Sicherheitsaspekten, die der Motorsägenkurs der Feuerwehr vermittelte. Bild: frd
Lokales
Gleiritsch
30.11.2015
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Früher machten sich die Waldarbeiter mit langen Baumsägen auf in den Wald. Die Motorsäge sorgt heute dafür, dass diese Tätigkeit nicht mehr ganz so schweißtreibend ist. Doch die moderne Technik birgt ganz neue Gefahren.

Grausame Verletzungen bei Waldarbeiten sind oft die Folge im Umgang mit scharfen Maschinen und schwerem Holz. Dass Technik auch beherrscht sein will, das haben inzwischen viele Unfälle bei Waldarbeiten gezeigt. Jeder, der für sich und andere Verantwortung übernimmt, sollte sich, bevor er mit der Motorsäge in den Wald geht, daran von fachkundigem Personal ausbilden lassen und einen mindestens zwei Tage andauernden Motorsägekurs besuchen, so der Rat von Experten. Einen solchen Kurs bot nun kürzlich die Freiwillige Feuerwehr Gleiritsch an.

Mit scharfer Säge

Mit den beiden Forstwirtschaftsmeistern Michael Blabmeier und Benjamin Dammer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Abteilung Forstwirtschaft, in Schwandorf/Nabburg hatten sich die Feuerwehr-Mitglieder zwei Fachleute eingeladen. Sie vermittelten den zwölf Kursteilnehmern am ersten Tag in der Theorie die Schneide- und Fälltechniken, den richtigen Umgang mit und die Technik an der Motorsäge. Ein Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft brachte den Kursteilnehmern die Sicherheitsbestimmungen beim Umgang mit der Motorsäge und Arbeiten im Wald nahe, sie erhielten Pflegehinweise für die Motorsäge und auch das Schärfen der Sägeketten stand auf dem Lehrplan.

Am zweiten Kurstag mussten die Waldbesitzer in einem Waldstück bei Gleiritsch das Gelernte in die Praxis umsetzen, wobei ihnen deutlich gemacht wurde, dass das "Baum-Umsägen" mit dem "Fällen eines Baumes unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen" nicht viel zu tun hat. Schon bevor es in den Wald ging, war auf das Tragen der Schutzbekleidung und die Vollständigkeit des benötigten Werkzeugs zu achten.

Zunächst erhielten die Kursteilnehmer "Anschauungsunterricht" und erst dann durften sie, eingeteilt in zwei Gruppen, ihr Können unter Beweis stellen.

Ein Fall für Profis

Nachdem alle gezeigt haben, dass sie an diesen beiden Tagen viel dazugelernt und einige Bäume gefällt haben, erhielten die Kursteilnehmer eine Teilnehmerurkunde und waren sich bei einer gemeinsamen Brotzeit einig, dass wirklich nur der Waldarbeiten erledigen sollte, der sich der dafür nötigen Ausbildung unterzogen hat.
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