Schulden sind kein Thema

Die Sanierung der ehemaligen Grundschule belastet den Haushalt der Kommune erst ab dem Jahr 2017.
Politik
Gleiritsch
26.07.2016
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Zum Jahresende sinkt der Schuldenstand der Gemeinde Gleiritsch auf den niedrigsten Wert seit 2009. Doch mit einem Projekt hat die Kommune 2017 schon wieder eine hohe Investition anvisiert.

"Zum Jahresende 2016 sinkt der Schuldenstand auf 137 000 Euro", begann Kämmerer Sebastian Höcherl die Haushaltsdiskussion bei der Gemeinderatssitzung. Das sei der niedrigste Stand seit 2009. Durch den massiven Rückgang der Zinseinnahmen (2009: 13 000 Euro, 2015: 74 Euro) können die Zinslasten für Kredite nicht mehr davon finanziert werden, erläuterte er.

Zunächst gab Regina Hildebrand, die als Mitarbeiterin in der Verwaltungsgemeinschaft nach dem Ausscheiden des Kämmerers im Laufe des nächsten Jahres voraussichtlich dessen Stelle übernehmen wird, die wichtigsten Rechnungsergebnisse 2015 bekannt. Die Schlüsselzuweisung erhöhte sich 2015 um 29 000 Euro auf 218 000 Euro, die Einkommensteuer stieg um 42 000 Euro auf 326 000 Euro. Im Bereich Steuern, allgemeine Zuweisungen und Umlagen konnten 2015 rund 63 000 Euro mehr an Überschuss erzielt werden als im Jahr zuvor, weswegen sich im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 76 000 Euro ergab. Der Schuldenstand hatte sich Ende des Jahres 2015 auf knapp 200 000 Euro verringert, an Rücklagen standen 428 000 Euro zur Verfügung.

Den Haushalt 2016 erläuterte Sebastian Höcherl, indem er die wichtigsten Punkte durchsprach, die Finanzen mit dem Vorjahr verglich und einen Ausblick gab. So schließt der Verwaltungshaushalt 2016 in den Einnahmen und Ausgaben mit 979 400 Euro und der Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 653 750 Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht vorgesehen. Die Maßnahmen im Vermögenshaushalt beziffern sich auf rund 560 000 Euro. Besonders hervorzuheben ist die Breitbandversorgung mit 500 000 Euro und die energetische Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes, wofür 2016 lediglich 30 000 Euro geplant sind. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 210 Euro.

In seinem Ausblick betonte Höcherl, dass die 2017 vorgesehene Fertigstellung des Breitbandausbaus mit 150 000 Euro aus Zuwendungen bestritten werden kann. Die energetische Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes in Höhe von 900 000 Euro kann nur mit 540 000 Euro aus Zuwendungen des KIP-Programms, mit 330 000 Euro aus Kreditmitteln und der Rest über die Investitionspauschale finanziert werden. Trotz der Gebührenanpassung schließt die Abwasseranlage mit einem Minus ab, so dass Höcherl für die kommenden Jahre eine leichte Anpassung sowohl für das Abwasser als auch für die Wasserversorgung vorschlug.

Die Gemeinderäte stimmten dem Finanzplan und Investitionsprogramm 2015 bis 2019 zu, auch die Beschlussfassung des Haushaltsplans 2016 und der Erlass der Haushaltssatzung erfolgten einstimmig.
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