Schule wird zum Gemeindehaus

Das ehemalige Schulhaus soll zu einem integrativen Gemeindehaus umgestaltet werden. Im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms kann der Gemeinderat mit einer hohen Förderung rechnen.
Politik
Gleiritsch
14.11.2016
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Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung stand die Revitalisierung der ehemaligen Schule im Zug des KIP-Förderverfahrens (Kommunalinvestitionsprogramm). Dazu stellte Architekt Christian Schönberger die Planungen vor.

Zuvor stand der Bauantrag von Sebastian Kraus und Simone Babl auf der Tagesordnung. Sie wollen ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage bauen, wozu die Räte einstimmig Zustimmung gaben. Architekt Schönberger stellte in einer Power-Point-Präsentation seine Planung vor und gab anhand der aktuellen Preise einen Überblick über den finanziellen Aufwand.

1,2 Millionen Euro


Den Kosten von 1,2 Millionen Euro steht eine in Aussicht gestellte KIP-Förderung von rund 541 000 Euro gegenüber. Man wird weitere Fördermöglichkeiten abklären und versuchen, mit Eigenleistungen die Kosten noch zu senken, war die einhellige Meinung des Rates. Da diese Förderung eine einmalige Gelegenheit ist, das alte Schulhaus zu einem wertvollen und integrativen Gemeindehaus umzubauen, das die Lebensqualität in Gleiritsch wesentlich erhöhen wird, billigten die Gemeinderäte die vorgelegte Planung einstimmig. Bürgermeister Zwack wurde beauftragt, den erforderlichen Antrag bei der Regierung einzureichen und die abzuschließenden Maßnahmenvereinbarungen zu unterzeichnen. Im Rahmen der Teilfortschreibung des Regionalplans Oberpfalz-Nord wurde die Gemeinde gebeten, eine Stellungnahme zur Neufassung des Teilabschnitts "Windenergie" abzugeben, die den Räten vorlag. Darin steht, dass die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für Windenergie sowohl für das Gemeindegebiet als auch den unmittelbaren Grenzbereich abgelehnt wird. Bereits jetzt erfahre das Gemeindegebiet von Gleiritsch eine wesentliche Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes durch die bestehenden Anlagen. Weitere Anlagen im Bereich "südöstlich Pamsendorf" und "westlich Schömersdorf" werden nicht akzeptiert, heißt es in der Stellungsnahme.

Darüber hinaus sind die Gleiritscher Bürger Hauptbetroffene durch die bestehenden fünf Anlagen. Die Wirtschaftlichkeit der Nutzung der Windkraft in der Region sei stark zu hinterfragen, besonders im Hinblick auf die große Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, waren sich die Räte einig. Das Interesse an der "Einrichtung von Hotspots" war im Vorfeld nicht groß. Dem Vorschlag von VG-Leiter Anton Brand, einen Outdoor-Hotspot am Dorfplatz einzurichten, konnten die Räte nähertreten, da dies auch für zusätzliche Belebung des Platzes sorgen könnte.

Einstimmig wurde der Einrichtung zugestimmt und Bürgermeister Zwack wurde beauftragt, einen entsprechenden Antrag beim Bayern-WLAN-Zentrum Straubing einzureichen. Mit dem Dorfladen muss noch abgeklärt werden, ob deren Internetanschluss mitbenutzt werden kann und welche Kostenaufteilung möglich wäre.

Kanalkataster


Die Abgabe der Optionserklärung zum neuen Umsatzsteuerrecht wurde von den Räten einstimmig befürwortet. Durch den Antrag kann die Gemeinde bis Ende 2020 die derzeitige Rechtslage beibehalten. Abschließend gab der Bürgermeister nichtöffentliche Beschlüsse bekannt. Den Auftrag zu Erstellung eines qualifizierenden Kanalkatasters (23 216,90 Euro) sowie eines Wasserleitungskatasters (7 068,60 Euro) erhielt das Büro Geometro, Regensburg. Das Architekturbüro Schönberger wurde im Rahmen der Sanierung der Schule mit den ersten vier Stufen der Architektenleistung beauftragt.

RaumkonzeptPlanung des Gemeinschaftshauses, die von Architekt Schönberger vorgestellt wurde: Im Kellerbereich bleibt die Sporthalle und erhält einen direkten Ausgang (Fluchtweg). Der Raum erhält eine Innenwanddämmung und einen neuen Schwingboden. Dazu kommen jeweils zwei Umkleideräume und zwei Toiletten. Der zweite Teil des Kellers wird als Jugendbereich mit eigenem Zugang eingerichtet. Das ganze Haus wird barrierefrei und mit einem Aufzug versehen. Im Flurbereich wird es einen Lesebereich mit Bibliothek und PC geben. Den größten Teil nimmt mit 70 Quadratmetern der große Musikraum ein, der von vier Einzelräumen zum Lagern umgeben ist. Im Obergeschoss wird eine zentrale Küche installiert. Hier gibt es den größten Umbau mit zwei Räumen, die mit einer verschiebbaren Wand abgetrennt werden können. Bei Bedarf können die Vereine beide Räume als größeren Festsaal (170 Quadratmeter) nützen. (weu)
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