Asklepios-Klinik informiert über Behandlungsspektrum
Von Kniegelenk bis Katheter

Vermischtes
Gleiritsch
10.12.2015
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4000 Notfallbehandlungen im Jahr 2014 stärken den Krankenhausstandort Oberviechtach. Doch die Asklepios-Klinik hat noch mehr zu bieten. Darüber informierten drei leitende Ärzte bei einem Vortragsabend in Gleiritsch.

Auf Einladung des Gartenbauvereins Gleiritsch berichtete Dr. Marc Philippbaar, Leitender Arzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, zunächst vom Versorgungsauftrag, der in Oberviechtach als Regel- und Grundversorger besteht. Rein anhand von Zahlen aus dem Jahr 2014 könne man feststellen, dass eine Notwendigkeit für die Versorgung in der Region besteht. Rund 4000 Notfallbehandlungen - wie Schnittwunden oder Knöchelverletzungen - sowie etwa 500 stationäre Behandlungen sprächen für sich.

Interne Verlegungen


Das einzige Problem sieht Dr. Philippbaar darin, dass das Haus klein ist und ein großes Gebiet abdecken soll. Eine 24-Stunden-Versorgung sei sehr personal- und kostenintensiv (durch Ruf- und Bereitschaftsdienste). Außerdem sei besonders in ländlichen Gegenden gutes Fachpersonal nur schwer zu bekommen. Aber durch Synergien und Kooperationen innerhalb des Asklepios-Konzerns könnten sämtliche Krankheitsbilder behandelt werden, da Patienten ohne Probleme intern verlegt werden können.

Speziell in Oberviechtach bietet ein Team aus Assistenz- und Fachärzten eine 24-Stunden-Rundum-Versorgung für die Bereiche Notaufnahme, OP, Röntgen, Labor und Pflege. In seinem Fachbereich, der Allgemein- und Viszeralchirugie, werden sämtliche Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen der inneren Organe behandelt. So oft wie möglich operieren die Chirurgen minimalinvasiv, das heißt mit kleinsten Schnitten, die den Patienten nur wenig belasten. Dadurch bleiben nur kleine Narben, entstehen geringe Schmerzen, der Patient ist rasch wieder belastbar, und es ist nur ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig. Ist der Fall zu komplex kann der Patient auch nach Burglengenfeld verlegt werden.

Der Schwerpunkt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie unter der Leitung von Dr. Stephan Goetze liegt auf der operativen und ambulanten Behandlung von Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparats. Hierzu zählen beispielsweise Sportunfälle, die Erstversorgung bei Arbeitsunfällen, akute Schmerzen, Wundversorgung, Schmerztherapie, Überwachung (etwa nach Verkehrsunfällen) und Diagnostik (CT) sowie die Notfallversorgung bei Schnittwunden oder Brüchen. Schmerzende Kniegelenke werden ebenso behandelt wie gebrochene Schlüsselbeine, "schnellende Finger", Überbeine, Sehnenprobleme, Karpaltunnelsyndrom oder Schleimbeutelentzündungen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Asklepios-Klinik Lindenlohe sei eine komplexe Versorgung und Behandlung garantiert. Eine ambulante Sprechstunde an zwei Tagen in der Woche runde das Angebot ab und biete Kontrolle nach Operationen, Beratung über konservative oder operative Therapiemöglichkeiten, Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden sowie die Planung von operativen Eingriffen.

Dr. Christian Glöckner behandelt im Bereich der inneren Medizin alle Erkrankungen der inneren Organe, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Verdauungs- und Stoffwechselstörungen. Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können Spiegelungen erfolgen. Zusätzlich werden Langzeituntersuchungen wie Langzeit-EKG und Langzeitblutdruckmessung, Ultraschalluntersuchungen aller Körperregionen sowie Herzschrittmacherkontrollen aller Gerätetypen gemacht. Im Bereich der Kardiologie bestehe eine enge Kooperation mit der Asklepios-Klinik Burglengenfeld. Dies betreffe vor allem Herzkatheteruntersuchungen und die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren.

Schmerzen und Luftnot


Eine ambulante Notfallversorgung gebe es bei plötzlich auftretenden Schmerzen, Luftnot und unklaren Infekten oder Störungen bei Herzschrittmachern. Stationär behandelt werden Patienten mit Lungenentzündung, Harnwegentzündungen, Herz-Rhythmus-Störungen, Schwindel und Bewusstlosigkeit, Brustschmerzen, Magen-Darm-Infekten oder chronischen Lungenerkrankungen. Die innere Medizin biete außerdem Sprechstunden an.

Anschließend hatten die drei Ärzte noch eine Reihe von Fragen zu beantworten, bevor sie mit einem Geschenk von Rita Schwandner und Bürgermeister Hubert Zwack für ihre Mühen entlohnt wurden.
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