Hütten feiert
Kirwa wie früher

Die Kirwamoidla feuern ihre Boum beim Baumaufstellen an.
Freizeit
Grafenwöhr
15.08.2016
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Nur zwei Schläge, und dann konnte die Feier am Feuerwehrhaus beginnen. Kaplan Thomas Thiermann hatte die Ehre, mit dem Bieranstich die Hüttener Kirwa zu eröffnen. Ausrichter war die Feuerwehr, aber gefordert waren vor allem die Kirwamoidla und -boum.

Hütten. Die Stadtkapelle begleitete die Kirwaleit und die Ehrengäste auf den Festplatz. Mit Muskelkraft brachten dann die Kirwaboum den wuchtigen Baum in die Senkrechte. Eine tänzerische Einlage brachten die "Tanzinis" aus Hütten, eine neue Gruppe der Concordia um Claudia Meier.

Dann ging es ans Kirwa-Ausgraben. Mit einer Wünschelrute machten sich die Kirwapaare auf die Suche. Nach einer Bierflasche und einem alten Feuerwehrstiefel fand die Rute endlich das Gesuchte: ein Bierfass. Damit war dann endlich klar, "wer Kirwa hout". Als der Kaplan angezapft hatte und der erste Durst gestillt war, sagte Kaplan Thiermann: "So, etz bet ma a bissl." Nach dem Segen für den Baum besprengte er auch die Gäste mit Weihwasser, weil: "Des dout ja niat wey!"

Feuerwehr-Vorsitzender Holger Cibis begrüßte alle Gäste, Bürgermeister Edgar Knobloch freute sich, dass die Hüttner Kirwa so gefeiert wird und überreichte einen Scheck für die Jugendfeuerwehr. Auch Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark hatte ein Geschenk dabei. Für den alten, beschädigten Kirwakrug hatte er einen großen, besonderen Krug aus den Beständen des Hüttener Wandervereins dabei. Auch Gäste aus der österreichischen Partnergemeinde Grafenwörth waren nach Hütten gekommen, was Cibis besonders freute.

"Die zwoa Pressather" Sophia und Sandro Weber spielten dann die Zigeunerpolka und die Kirwapaare tanzten dazu. Beim Austanzen stieg die Spannung, da die Tänzer immer wieder die Partner wechselten. Nach einiger Zeit stoppte die Musik und das Oberkirwapaar war gefunden: Selina Seuberth und Tobias Werner hatten, ausgestattet mit Tuch, Hut und Krug, für das Wochenende die Regentschaft über Hütten.

Ein Highlight kündigte Cibis nach Einbruch der Dunkelheit an: Der Auftritt der Schwarzenbacher Schenklzinterer, die auf nassem Tanzboden einen bravurösen Auftritt hinlegten. Zu alten Melodien wurde traditionell geplattelt, zu AC/DC und modernen Hits die Choreographie aufgepeppt. Das Publikum war begeistert und forderte Zugaben.

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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie

Platteln in SüdkoreaAls Holger Cibis die Schwarzenbacher Schenklzinterer ankündigte, meinte er, dass er froh sei, sie noch verpflichtet zu haben. "Sie treten quasi für ein Butterbrot auf." Die sieben Plattler aus dem Raum Schwarzenbach reisen mit Musiker Benno Englhart und Freunden Ende September zu einer Plattl-Tour nach Südkorea. Auftritte in Seoul und beim Oktoberfest des deutschen Dorfes Namhae im Süden Koreas, sowie weitere Events stehen neben Sightseeing auf dem Plan. (myd)
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