Jagdgenossenschaft Grafenwöhr
Ärger mit Fallwild

Freizeit
Grafenwöhr
23.03.2016
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Die Jagdgenossenschaft ist ein harmonischer Verein. Einstimmige Ergebnisse bei Abstimmungen, Einvernehmen mit den Jagdpächtern, Zufriedenheit mit der Arbeit vom Jagdvorsteher. Schlecht bestellt ist es allerdings um die Ruhe im Revier.

Im Hotel Böhm begrüßte Lorenz Kraus auch Bürgermeister Edgar Knobloch und Jagdpächter Thorsten Beierlein. Eine Gedenkminute galt den verstorbenen Jagdgenossen wie des im August verstorbenen Mitpächters Günther Moller. Dem präzisen Protokoll von Schriftführer Lorenz Kraus folgte ein ebensolcher Jahresbericht des Jagdvorstehers. Schlecht bestellt sei es allerdings um die Ruhe im Revier. Kraus erinnerte hier an die leidige Angelegenheit im Jagdbogen-Ost von Jagdpächter Heinrich Schultes. Von den zum Abschuss genehmigten zwölf Rehen habe Schultes lediglich vier erlegen können, 15 Stück waren Fallwild. Verursacht durch jagende Hunde, hauptsächlich am Birka, der Felsleite und im Bürgerwald fielen die gehetzten Tiere schließlich dem Straßenverkehr zum Opfer.

Kein Hinweis auf Hunde


Da es bei den tot gebissenen Rehen laut Polizei keinen unmittelbaren Nachweis durch freilaufende Hunde gegeben habe, hätte diese auch nicht tätig werden können. Doch würden die unguten Vorfälle immer noch Anlass zur Sorge geben. Schließlich fänden im April in diesem Bereich wieder Kindergarten-Waldtage statt. Für den Bericht von Kassenverwalter Josef Kneidl hatte Kassenprüfer Günther Demleitner nur Lob parat. Bei der Verwendung des Jagdpachtschillings entschieden die Jagdgenossen schriftlich einstimmig so: 1500 Euro für das Maschinenkonto, 1500 Euro Zuschuss für die Grenzsteine der geplanten Vermessungsaktion in der "Mark" und 500 Euro für den Jagdkataster.

Wegen des verstorbenen Mitpächters Günther Moller war ein Änderungsvertrag für den Jagdbogen-West zum bestehenden Vertrag notwendig. Thorsten Beierlein sei weiter an der Jagd interessiert und habe Paul Haberkorn als neuen Mitpächter gewonnen. Die Versammlung sprach Haberkorn das Vertrauen aus, so dass dieser mit Beginn des neuen Jagdjahres ab April Mitpächter im Gemeinschaftsrevier werde.

Jagdpächter Beierlein lobte die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten. 8000 Volt würden Wildschweine nicht daran hindern, in umzäunte Maisfelder zu gelangen. Insgesamt hätten sich die Schäden in Grenzen gehalten. Von den größtenteils aus dem Truppenübungsplatz kommenden Tieren habe er 27 erlegt. Geschossen habe er außerdem 18 Füchse, zwei Dachse, 29 Krähen und elf Elstern. Die Rabenvögel würden Junghasen töten, außerdem die Siloplanen der Landwirte beschädigen. Erfüllt worden sei der Abschussplan beim Rehwild. Bei der Hasentreibjagd wurden 13 Stück erlegt.

Mindestens 20 Hektar


Bürgermeister Edgar Knobloch informierte über die geplante Vermessungsaktion im Waldgebiet "Mark". Um eine kostengünstige Lösung für die Grundstücksbesitzer zu erreichen, sei eine zusammenhängende Fläche von mindestens 20 Hektar Voraussetzung. Die korrekte Ermittlung von Grenzsteinen würde gleichzeitig eine Wertsteigerung des jeweiligen Waldgrundstückes bedeuten.
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