Kommandantenbericht der Feuerwehr Grafenwöhr
Mit vollem Einsatz

Wir müssen unsere Kräfte bündeln, effektiv einsetzen und gleichzeitig noch Kräfte für weitere Schadenslagen zurückhalten.
Freizeit
Grafenwöhr
25.02.2016
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Die Feuerwehr Grafenwöhr ist oft Lebensretter und Betreuer in Notlagen. Im vergangenen Jahr konnten die Floriansjünger vielen Menschen helfen, sie mussten aber auch einige Todesfälle verzeichnen.

13 Menschen musste die Feuerwehr Grafenwöhr im abgelaufenen Jahr bei Einsätzen betreuen oder retten. Leider kam bei den Einsätzen die Hilfe und Einsatzbereitschaft der Floriansjünger für insgesamt sieben Menschen zu spät.

Diese konnten nur noch tot geborgen werden oder verstarben kurze Zeit später im Krankenhaus, erklärte Kommandant Alexander Richter bei der Jahreshauptversammlung. Dazu zählen die Opfer des schweren Verkehrsunfalls in Hütten, des Badeunfalls in Hütten und des schweren Zugunglücks in Freihungsand. Im vergangenen Jahr waren 93 Einsätze mit insgesamt 1854 Einsatzstunden zu bewältigen. Ausrücken mussten die Floriansjünger zu 25 Brandeinsätzen. Die Einsatzbilanz zeigt einen Kleinbrand, zwei Mittelbrände sowie zwei Großbrände auf. Richter erinnerte hierbei an den Großbrand in Münchsreuth sowie das schwere Zugunglück von Freihungsand. Bei 56 Einsätzen im Bereich der technischen Hilfeleistung musste die Wehr tätig werden. "In den Einsatzstunden sind die Zeiten für Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen, Gerätepflege und Geräteprüfung nicht mit aufgeführt," betonte Richter. Der Kommandant sieht einige Herausforderungen in der Zukunft der Wehr: "Wir müssen unsere Kräfte bündeln, effektiv einsetzen und gleichzeitig noch Kräfte für weitere Schadenslagen zurückhalten."

Auch die Ausbildung der Aktiven ist ein wichtiger Punkt. Die Floriansjünger wendeten viel Zeit dafür auf. Sie absolvierten rund 30 Übungen sowie zwei ganztägige Workshops. Elf Teilnehmer legten die THL-Leistungsprüfung ab. Zahlreiche Feuerwehrler besuchten Lehrgänge auf Landkreisebene, Kurse der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg oder das Feuerwehrsymposium in München. Die nächste Aufgabe ist, ein Konzept für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs auszuarbeiten.
Wir müssen unsere Kräfte bündeln, effektiv einsetzen und gleichzeitig noch Kräfte für weitere Schadenslagen zurückhalten.Kommandant Alexander Richter
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