Grafenwöhr verliert langjähriges Mitglied des Schützenvereins
Trauer um Irmgard Moeller

Irmgard Moeller setzte sich jahrzehntelang für andere ein.
Kultur
Grafenwöhr
02.04.2015
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Jahrzehntelang war sie in verschiedenen Vereinen und Gremien Mitglied. Am Sonntag starb Irmgard Moeller im Alter von 64 Jahren. Familie und Freunde verabschiedeten sich am Mittwoch nach dem Trauergottesdienst von ihr.

Sie engagierte sich für ihre Mitmenschen beim VdK sowie beim Seniorenpflegeheim Hammergmünd und war jahrelang bei den Schützenvereinen in Grafenwöhr und Hütten aktiv. "Es ist immer ein grausamer Einschnitt im Leben, wenn wir einen lieben Menschen verlieren", sagte Stadtpfarrer Bernhard Müller im Trauergottesdienst für Irmgard Moeller.

Die Verstorbene musste bereits mit 24 Jahren einen Schicksalsschlag hinnehmen. Ihre Gehbehinderung war die Folge eines Verkehrsunfalls. Trotzdem sei die Grafenwöhrerin sehr aktiv gewesen: in den Schützenvereinen, als Ortsvorsitzende des VdK und beim Roten Kreuz. Im Seniorenpflegeheim Hammergmünd war sie im Heimbeirat. "Sie war immer für ihre Mitmenschen da und fand im Glauben Trost und Hilfe", erinnerte der Geistliche. Beim geplanten Klassentreffen, das heuer stattfinden soll, habe sie noch im Team mitgewirkt. Jetzt gelte es, ihren plötzlichen Tod zu verarbeiten.

"Auf die Frage nach dem Warum werden wir keine Erklärung finden. Als Christen hoffen wir aber auf die Begegnung mit Gott. Dies kann Trost und Halt geben. Die Verstorbene ist nicht von uns, sondern vor uns zu Gott gegangen", tröstete Pfarrer Müller die Trauernden. "Am Sonntagmorgen wunderten wir uns, weil sich Irmgard nicht, wie sie es immer beim Vereinsschießen machte, gleich in der Früh mit ihrer fröhlichen Art anmeldete. Am Abend erreichte uns dann die unfassbare Nachricht ihres Todes", blendete Bernhard Ott, der Schützenmeister der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft "Hubertus 1888", bei der Verabschiedung vor der Kirche zurück.

Schützenschwester Irmgard gehörte fast 42 Jahre der Gesellschaft an. Dafür erhielt sie 1984 die Nadel "in Verbundenheit" des Oberpfälzer Nordgaus, 1992 das silberne und 2002 das goldene Vereinsabzeichen. 2012 wurde ihr das Ehrenzeichen für 40 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Schützenbund verliehen. 1983 hat sie die Würde der Schützenliesl errungen. "Es gab kein Vereinsschießen, an dem sie nicht teilnahm", betonte Ott.

Auch bei der Schützengesellschaft "Falkenhorst" in Hütten war Irmgard Moeller seit 24 Jahren aktiv. Schützenmeister Robert Friedrich erinnerte an die Stadt- und Vereinsmeisterschaften, wo sie sehr gute Ergebnisse erzielt hatte. "Irmgard Moeller war von 1976 bis 1995 Teil des Teams bei der Dienststelle der Bundeswehr in Grafenwöhr. Sie hat sich immer beherzt für andere eingesetzt und stellte sich selbst nie in den Vordergrund." Dafür dankte ihr Oberstleutnant Hans-Joachim Gehrlein, der Chef der DMV-Dienststelle.
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