Pädogogin Katharina Scherl ist auch freischaffende Künstlerin
Leinwand erwacht zum Leben

Auf der Leinwand lässt Katharina Scherl die Figuren zum Leben erwachen. Bild: privat
Kultur
Grafenwöhr
05.08.2016
41
0

Hiphop, Break-Dance oder schwebende Figuren - für Katharina Scherl ist das kein Problem. Wo die Künstlerin und Fachlehrerin ihre Ideen holt, verrät sie unserer Zeitung.

Neustadt am Kulm. (rgr) "Ich sehe einen Kran, eine Möwe oder ein Segel und es entstehen Bildabläufe in meinem Kopf. Inspiriert werde ich auch durch Musik. Manchmal, wenn ich ein Lied höre, bilden sich dazu sofort Szenarien, bis diese in eine Performance umgesetzt werden", erklärt Scherl.

"Terra Mystica"


Sie zieht bewundernde Blicke auf sich, wenn sie anmutig und scheinbar schwebend aus dem Nichts durch das Publikum gleitet. "Das Spiel zwischen Minimalismus und überraschend gleitender Dynamik verschiebt die Wahrnehmung und überrascht das Auge", erklärt die aus Baumgartenhof stammende freischaffende Künstlerin.

Durch Schüler aus Nürnberg kam ihre Begeisterung zum Hiphop und Break-Dance. 2003 hat Scherl bei theaterpädagogischen Fortbildungen gelernt, auf Stelzen zu gehen. Diese Fertigkeiten setzte sie 2005 mit ihren Schülern aus Grafenwöhr bei der Vorstellung "Terra Mystica" ein.

Zwei Jahre später begeisterte sie die Zuschauer bei der Einweihung des Grafenwöhrer Waldlehrpfades mit den "Seelen des Waldes", 2010 mit einem Pestzug auf Stelzen in Eschenbach sowie bei ihren Auftritten bei der "Blauen Nacht" in Weiden und bei "Weiden träumt". "Sphärische Nacht" lautete der Titel bei der 650-Jahr-Feier der Stadt Grafenwöhr, wo Scherl mit Schülern und einigen professionellen Künstlern die Zuschauer in ihren Bann zog.

Flügel und Barock


"Träume" hieß die Vorstellung, als Gerhard Götzl, Rektor der Grafenwöhrer Grund- und Mittelschule, verabschiedet wurde (wir berichteten). Nach der Bewegungslosigkeit und dem Schweben durch das "Kulturelle Zentrum" vorbei an Schule und Friedhof wurden die Figuren am späteren Abend auf der Leinwand umso lebendiger, als mit kurzen Szenarien Bilder eingefangen wurden, um sie wieder langsam verschwinden zu lassen. Seit nun einem Jahr arbeitet die Förderlehrerin auch als freischaffende Künstlerin und Performerin unter dem Namen "Lichtfieber".

Fast fünf Meter hohe Flügelwesen oder die schwebende Barockdame Wilhelmine hat Katharina Scherl schon bei der Eröffnungsfeier der Landesgartenschau in Bayreuth, bei Auftritten mit und ohne Stelzen in Regensburg auf der Steinernen Brücke, in der Westfalenhalle in Dortmund sowie bei anderen Veranstaltungen in Heilbronn, Hof, Marktredwitz, Bayreuth, Wunsiedel und Görlitz gezeigt.

Auch bei Betriebsfeiern, Geburtstagen und Hochzeiten hat sie damit schon Gäste verblüfft und fasziniert. In Grafenwöhr können die Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Kreativ" vom Ideenreichtum ihrer Lehrerin profitieren: Dort unterrichtet sie zwei Stunden pro Woche.

___



Weitere Informationen:

www.lichtfieber.net
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.