17 Grafenwöhrer treffen sich mit anderen Pfadfindern aus ganz Deutschland
Pfad zum Zeltlager gefunden

4300 Pfadfinder aus ganz Deutschland trafen sich zum Zeltlager bei Adelsdorf. Darunter waren auch 17 Grafenwöhrer. Bild: hfz
Lokales
Grafenwöhr
03.06.2015
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Fast über Nacht entstand auf einer 14 Hektar großen Fläche im Aischgrund bei Adelsdorf eine Zeltstadt. 4300 Pfadfinder aus ganz Deutschland ließen sich dort nieder. Mitten drin waren auch 17 Grafenwöhrer des Pfadfinderstammes Waldläufer.

Für ein Zeltlager in dieser Größenordnung war einiges notwendig: Hunderte von Kothen und Jurten mit etwa 1300 Holzstangen, über zwei Kilometer Wasserleitungen, die die Pfadfinder verlegt hatten, und Unmengen von Brennholz. Bis zu 20 000 Semmeln wurden täglich bereitgestellt.

Zinngießen und Schnitzen

Die Teilnehmer konnten zwischen Workshops wie Zinngießen und Schnitzen bis hin zu Gesprächskreisen über Flüchtlingspolitik wählen. Eine Ausstellung, welche in drei Zelten untergebracht war, informierte die Pfadfinder und Besucher über die mehr als 100-jährige Geschichte und Tradition der Pfadfinderbewegung in Deutschland. Es gab unter anderem einen Singwettbewerb, bei dem sich die Gruppen von Gitarren, Geigen, Mandolinen und Trompeten begleiten ließen.

In acht Jurtenburgen wurden tagsüber Kaffee, Tee und Kuchen angeboten, am Abend saßen die Pfadfinder am Lagerfeuer und sangen Lieder. Zudem gab es Einlagen mit Feuerspuckern und "Kleinkunst". Beim Programm "Gruppe trifft Gruppe" konnten sich die Teilnehmer besser kennenlernen.

Zu Fuß zum Lagerplatz

Ein Sonderzug aus Hamburg brachte in diesem Jahr fast 1000 Pfadfinder aus dem hohen Norden ins Fränkische, aus dem Rheinland rollte ein regelrechter Buskonvoi an. Manche Gruppen ließen sich auch in der Fränkischen Schweiz absetzen und wanderten die letzten 30 Kilometer zum Lagerplatz, eine Gruppe aus München reiste per Fahrrad an. Schirmherr des Lagers war der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der sich zur Eröffnung aber von Innenminister Joachim Hermann vertreten lies. Herrmann freute sich besonders darüber, dass man das Lager im "richtigen Teil Bayerns" abgehalten habe, also in seiner fränkischen Heimat, wohne er doch "nur um die Ecke". Auch einige Bürgermeister und der Landrat waren zur Lagereröffnung gekommen, einige von ihnen sind bis heute aktive Pfadfinder.
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