Auf dem Weg zu den Menschen

Beim Gottesdienst in der Friedenskirche sandte Stadtpfarrer Bernhard Müller die Sternsinger aus. Viel Zeit investierten Nicole Ertl, Barbara Schwemmer, Christa Klug, Elvira Regler und Ilona Wittmann. Diese Frauen haben die Buben und Mädchen auf ihre Aufgabe vorbereitet, sie eingekleidet und prächtig ausstaffiert. Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
03.01.2015
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Sie sollen die Botschaft von der Liebe Jesu zu den Menschen bringen. Die Sternsinger sind in den nächsten Tagen wieder von Haus zu Haus unterwegs. Feierlich wurden sie ausgesandt.

"Ein gesegnetes neues Jahr 2015, das wünschen wir Christen einander. Das will sagen, dass deine Zeit, dein Leben gesegnet sein soll, und dass du auch Segen für andere bist. Ein besonderer Segen sind die Sternsinger." In diesem Sinn hieß Stadtpfarrer Bernhard Müller die Gläubigen zum Gottesdienst am Hochfest der Gottesmutter Maria willkommen. In dessen Verlauf wurden die Sternsinger auf ihre Tour durch die Pfarrei geschickt.

In Anlehnung an die Historie stellte Pfarrer Müller sie und ihre Bedeutung vor. Die weisen Männer Kaspar, Melchior und Balthasar sollen laut Bibel einem hellen Stern folgend, aus allen Teilen der damals bekannten Welt gekommen sein, um das Kind im Stall zu Bethlehem anzubeten. Es sei eine schöne Tradition, dass heute Kinder und Jugendliche in die Rolle dieser Sterndeuter schlüpfen.

Liebe als Botschaft

"Sie bringen sozusagen die Liebe des Menschgewordenen zu den Menschen." Bei dieser weltweit größten Aktion von Kindern für notleidende Kinder werde in Zeichen jeweils der Wunsch "Christus segne dieses Haus" an die Türen geschrieben.

Der Pfarrer segnete die Sternsinger und sendete sie damit offiziell aus. Diese interpretierten ihre Insignien, Stern, Kreide, Weihrauch, um dann allen ihren Segensspruch zuzurufen.

Mit dem, was Sternsingerin Hanna Krausch vortrug, konnten sich wohl alle identifizieren: "Ich habe keine besondere Gabe. Ich will nur versprechen, für die Kinder einzutreten, denen Unrecht geschieht. Ich möchte aus der Liebe Gottes leben und diese Liebe zu allen Menschen, denen ich begegne, tragen. Damit besonders die Kinder heute in einer gerechten Welt leben können." Zusammen mit dem Pfarrer schritten drei Sternsinger zum Hauptportal der Friedenskirche, um dort als erstes das C+M+B und die Jahreszahl 2015 anzuschreiben.

"Wir bringen Heimat, denen die fliehen, die Zuflucht, denen die fliehen und den Stern, der uns geleitet hat", erklang dazu einfühlsam auf einer CD. Da der Neujahrstag in der katholischen Kirche auch als Weltfriedenstag gilt, waren die Fürbitten auch mit auf den äußeren und inneren Frieden ausgerichtet. Dieser besondere Gottesdienst schloss mit dem innig gesungenen "Segne du, Maria, segne mich dein Kind . . .".
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