"Auf Ewigkeit programmiert"

Mit viel Liebe zum Detail geschmückt: Eine wunderschöne Osterszene ist auf der linken Seite des Altarraumes der Friedenskirche zu sehen. Blumen und blühende Zweige, die Osterkerze und das leere Grab, aus dem helles Licht strömt, umrahmen gleichsam als Zeichen des Lebens den gekreuzigten Christus. Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
07.04.2015
5
0

Zwar sonnig, doch gleichzeitig eiskalt: So präsentierte sich der Morgen des Ostersonntags, als zahlreiche Gläubige mit Osterspeisen in Taschen und Körben zur Friedenskirche strömten.

Monsignore Karl Wohlgut zelebrierte dort den Gottesdienst. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er "Tod und Auferstehung als Zentralthemen unseres Glaubens": "Wir feiern Ostern. Jesus ist aus dem Dunkel des Karfreitags zum Licht des Ostersonntags auferstanden. An Jesu Hand wollen wir uns herausführen lassen zum Licht des neuen Lebens." Die prächtige Osterszene auf der linken Seite des Altarraumes passte stimmig zu Wohlguts frohmachenden und verheißungsvollen Aussagen.

"Was haben wir nach so vielen Jahren mit dem Geschehen von damals noch zu tun?", fragte der Priester und gab selbst gleich die Antwort: Tod und Auferstehung hätten für die Menschen eine "existenzielle Bedeutung". Der Glaube daran richte sie auf, er solle Trost und Lebenshilfe sein. So richtig verstanden werden könne dies nur in "Grenzsituationen zwischen Leben und Tod". Mit Beispielen und Situationen in Erwartung des Todes unterstrich Wohlgut seine Aussage.

Durch sein bitteres Leiden und den grausam erlittenen Tod sei Jesus uns sehr nahe gekommen. "Da ist er Mensch unter Menschen, ist er unser Bruder geworden." Doch habe der Tod nicht das letzte Wort, betonte der Geistliche.

Bei seinem Abschied habe Jesus gebetet: "Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, dort sind, wo ich bin." Darauf könnten sich die Gläubigen berufen. Das Leben ende nicht mit dem Tod - vielmehr: "Danach fängt es erst richtig an." So sei "unser Leben kein Warten auf den Tod, sondern ein Warten auf das ewige Leben". Und so habe auch unsere letzte Stunde einen Sinn - auch wenn sie nur noch Erlösung sei.

Wohlgut schloss zuversichtlich seine Predigt: "Unser Leben ist Ostern, auf Ewigkeit programmiert." Im Anschluss erneuerten die Gläubigen das Taufversprechen. Der Gottesdienst endete mit der Speisenweihe.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.