Ausnahmezustand in Grafenwöhr

Die amerikanischen Burger sind jedes Jahr beliebt bei den Gästen. Während die Besucher warteten, grillten die Amerikaner die Scheiben aus Hackfleisch im Akkord. Bilder: rgr
Lokales
Grafenwöhr
03.08.2015
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Da war er wieder, der "American way of life" - mitten in der Oberpfalz. Am Wochenende holten nicht nur die Grafenwöhrer ihre Tracht aus dem Kleiderschrank. Für das 57. Deutsch-Amerikanische Volksfest auf dem Camp Kasserine tauschten auch Amerikaner ihre militärische Uniform gegen Lederhose und Dirndl.

Grafenwöhr mutierte am Wochenende zur Großstadt, in die es Hunderttausende Besucher zog. Auf den Parkplätzen in der Nähe der Bushaltestellen reihte sich ein Auto an das nächste. Busse düsten über die Straßen. Am Volksfesteingang im Truppenübungsplatz bildeten sich lange Warteschlangen. Wer Handtaschen dabei hatte, musste sich gedulden.

Endlich drin, fühlten sich die Besucher wie ins Schlaraffenland versetzt: Schokoerdbeeren, Eis, bayerische Schweinshaxen, Crêpes, Räucherfisch, Burger, Lángos, Nachos, Hot Dogs, Ripperl - von überall strömten Düfte in die Nasen der Gäste - von rauchig und deftig bis süß. Das Freundschaftsfest der Deutschen, Amerikaner und anderen Nationalitäten wurde wieder ausgiebig gefeiert. Und nicht nur das. Geburtstage und Junggesellen-Abschiede wurden dort ebenfalls gefeiert. Zu essen und trinken gab's schließlich in Hülle und Fülle. Das gleiche galt für die Musik. Während es im Bierzelt oft bayerisch-zünftig zuging, waren lautstarke Rock-, Pop-, Soul-, Funk- und Countryrythmen im MWR-Zelt angesagt. Konzertfeeling pur herrschte bei Craig Morgan mit seiner US-Forces-Entertainment-Show.


Panzer und Motoren

Großes Interesse gab es auch bei der Waffen- und Geräteschau der US-Armee und Bundeswehr. Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder nutzten die Gelegenheit, um einmal in oder auf die Panzer zu steigen. Auspuffe der Militärfahrzeuge röhrten, die Motoren brummten. Soldaten erklärten den Besuchern die Autos.



Bei der Hochseilaktshow in zwölf Metern Höhe, die die "Geschwister Weisheit" präsentierten, konnten die Besucher nur noch staunen. Wer nach teilweise längerer Wartezeit bei der "Hot-Shot-Kugel" oder anderen waghalsigen Fahrgeschäften einstieg, staunte bestimmt über sich selbst. Bei einer Riesenradtour war dagegen Entspannung angesagt, ein Blick zum Wasserturm - dem Wahrzeichen Grafenwöhrs -, über das Getümmel am Volksfestplatz und zum "Rauhen Kulm" inklusive.

Impressionen vom Deutsch-Amerikanischen Volksfest in Grafenwöhr. Bilder von Renate Gradl und Gerald Morgenstern.
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