Bernhard Suttner referiert im Jugendheim über die "Familie - Ort des Friedens"
Totale Harmonie gibt es nicht

Bernhard Suttner referierte beim Katholischen Frauenbund . Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
06.05.2015
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"Wundern Sie sich nicht, wenn es in Ihrer Familie kracht. Manches muss ausgestritten werden. Das ist der Alltag", sagt Bernhard Suttner. Aber jemand muss sich bemühen, dass es nicht eskaliert, und Friedensstifter sein.

"Familie, Ort des Friedens", so lautete das Thema, über das Bernhard Suttner aus Windberg (Landkreis Straubing/Bogen) beim Katholischen Frauenbund referierte. "Die Familie kann ein verstecktes alltägliches Schlachtfeld sein", erklärte Suttner. Hier könne es Verletzungen subtiler Art geben. "Totale Harmonie gibt es nicht", ist sich der Referent sicher. "Kein Krieg" sei die traurigste Definition von Frieden, "Shalom" jedoch die anspruchsvollste.

Richtigen Weg finden

"Wir sind oft unzufrieden mit unserem Leben. Daraus resultierend können wir aggressiv oder depressiv werden. Aber wir müssen den richtigen Weg für uns und für andere finden, die uns anvertraut sind", sagte Suttner, der zu einem klaren "Nein" zum Perfektioniswahn ermunterte.

Dieser sei nämlich auch die Ursache für Essströrungen. Bei sich selbst, beim Partner und bei den Kindern müsse man die Grenzen akzeptieren. Wichtig sei auch, Regeln einzuhalten, um Frieden stiften zu können. "Pflichten und Aufgaben sollten gerecht verteilt und Freiräume geschaffen werden", riet Suttner.

Kommunikation wichtig

Ganz wichtig sei auch die Kommunikation, die oft immer fader werde. Diese beschrieb der Redner anhand eines Fächers, den man vielfältig aufklappen kann. Wenn der Fächer nur wenig geöffnet wird, gibt es vielleicht nur Kritik und Vorschriften. Die Kommunikation muss breitgefächert sein und sollte Lob, Anerkennung, Entschuldigen oder Witz beinhalten.

"Die Bitte um Verzeihung ist eine wichtige friedenserhaltende Maßnahme", betonte Suttner. Ohne vielfältige Kommunikation kann sich die Beziehung gefährlich entwickeln. Die Vorsitzende des Frauenbundes Doris Baumann bedankte sich beim Referenten für seine Ausführungen mit einem kleinen Geschenk.
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