Betriebsrat Klaus Lehl mit Tarifabschluss für Zivilbeschäftigte nicht zufrieden
Schlecht verhandelt

Lokales
Grafenwöhr
24.10.2015
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(wüw) Ungenügend! Klaus Lehl ist mit dem Tarifabschluss für die Zivilbeschäftigten bei der US-Armee unzufrieden. Der Betriebsratsvorsitzende am Truppenübungsplatz ist Verdi-Mitglied, dennoch kritisiert er die Verhandlungsführer der Gewerkschaft. Sie seien den Arbeitgebern zu weit entgegengekommen. Statt der geforderten pauschalen Erhöhung um 120 Euro für alle Beschäftigten, steigen die Löhne und Gehälter um 2,4 Prozent.

Besonders stört Lehl, dass der Abschluss ohne Absprache mit der Basis erfolgte. "Wir wollten eine pauschale Erhöhung. Ich bin enttäuscht, dass die Verhandlungsführer abgewichen sind, ohne mit den Arbeitnehmern vor Ort zu sprechen", sagt Lehl. Entsprechend enttäuscht seien sowohl Angestellte wie Arbeiter. Die Auslastung des Übungsplatzes ist zuletzt gestiegen, wegen des gesunkenen Euro-Kurses muss die US-Armee für ihre deutschen Beschäftigten weniger bezahlen: "Die Verhandlungsposition war richtig gut", sagt Lehl. Die Arbeitnehmervertreter hätten zu überhastet zugestimmt. "Was hätte gegen eine vierte Verhandlungsrunde gesprochen?"

Eine pauschale Erhöhung hätten vor allem Beschäftigte mit niedrigerem Einkommen bevorzugt. Für sie hätte ein Lohnanstieg um 120 Euro eine Erhöhung um mehr als fünf Prozent bedeutet. Auch wenn die Verdi-Forderung sich wohl nicht ganz hätte durchsetzen lassen: "Drei Prozent mehr für alle Beschäftigten hätten es schon sein dürfen", findet Lehl.
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