Bischof Nikolaus kennt sich aus in Grafenwöhr
"Der Herrgott lässt sich nicht linken"

Stadtpfarrer Bernhard Müller schlüpfte beim Seniorenadvent in die Rolle von Bischof Nikolaus. Er verteilte nicht nur Geschenke, sondern auch ein paar Seitenhiebe auf das politische Geschehen in Grafenwöhr. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
17.12.2014
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Bischof Nikolaus kennt sich aus - auch in der Kommunalpolitik und beim Tagesgeschehen. Das bewies er beim Seniorenadvent des Frauenbundes. Mit Blick auf die aktuellen Diskussionen und Gerichtsverfahren wegen Wahlfälschung verteilte er treffsicher einen Seitenhieb und meinte: "Der Herrgott lässt sich schon nicht linken!".

In die Rolle des Heiligen war traditionell Stadtpfarrer Bernhard Müller geschlüpft. Ihm liegen nicht nur die Kinder, sondern auch die Senioren besonders am Herzen. Bei der Adventsfeier für die älteren Herrschaften im Jugendheim ließ Bischof Nikolaus mit einer sehr pointierten teilweise sogar politischen Ansprache in Reimform aufhorchen.

"Ich hab gehört, ihr habt einen neuen Bürgermeister hier in Grafenwöhr. Ich meine Edgar Knobloch heißt er. Er ist ein schöner, flotter, junger Mann, mit dem man schon Staat machen kann", lobte Stadtpfarrer Müller. Der Bischof freute sich, ihn ebenfalls unter den Gästen zu sehen und beschenkte ihn mit einem Schokoladen-Nikolaus.

"Aber auch der Helmuth Wächter war schon recht, hat sei Arbeit g'macht, net schlecht." Über dessen Alter wusste der Nikolaus natürlich ebenfalls Bescheid. "Mit 65 gehörst du ab sofort zu den Senioren. Als DAGA-Chef hast du die Spendierhosen an, aber auch du kriegst an Nikolaus; sollst net schlecht leben in diesem Haus."

"Ansonsten läuft doch alles glatt beim Pfarrer und in der Stadt!?", fragte der Geistliche zweifelnd, um gleich anschließend das Problem direkt zu nennen. "Ihr müsst zur Wahl noch einmal gehen. Das hinterlässt einen schönen Mief." Später versicherte er: Doch der Herrgott lässt sich schon nicht linken."

Für die Senioren hatte der Nikolaus einige Ratschläge parat: "Seid gut zu jedermann; pflegt's das Gebet zu eurem Herrn und habt auch euren Pfarrer gern. Dann wird Gott euch gedenken und euch seinen Segen schenken."
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