BRK-Bereitschaft Grafenwöhr wird von Sonderaktion überrascht
Das Blutspendemobil kommt und sorgt für Ärger

Mit sieben Liegeplätzen ist das Blutspendemobil ausgestattet. Es macht am Freitag von 11 bis 18 Uhr beim Mc-Donalds-Parkplatz an der Neuen Amberger Straße Station und hofft unter anderem auf viele Erstspender. Bild: BRK
Lokales
Grafenwöhr
09.10.2014
18
0
Eigentlich eine gute Sache und trotzdem gibt es Misstöne: Das Blutspendemobil des Bayerischen Roten Kreuzes kommt am Freitag, 10. Oktober, von 11 bis 18 Uhr nach Grafenwöhr. Dumm ist nur: Die Verantwortlichen der BRK-Bereitschaft Grafenwöhr fielen aus allen Wolken, als sie von dem Termin erfuhren.

Nur gut zwei Wochen später, am 29. Oktober, haben sie nämlich selbst einen Blutspendetermin angesetzt. Und der steht schon seit Monaten im Kalender. "Wir sind gespannt, wie viele Leute da noch zu uns kommen", klagt Kathrin Regler. Sie steht mit an führender Stelle beim BRK Grafenwöhr und ist außerdem Kreisbereitschaftsleiterin im Kreisverband Weiden-Neustadt/WN.

Hermann Regler, ihr Vater, ist Bereitschaftsleiter in Grafenwöhr. Er und seine Tochter sind alles andere als erfreut. Als sie am Mittwoch beim Kreisverband in Weiden vorstellig wurden, mussten sie sich beschwichtigen lassen. "Das ist ein Sondertermin, der wird von München aus einfach festgelegt", habe Kreisgeschäftsführer Franz Rath versucht, die Wogen zu glätten.

Für Kathrin Regler ist das unverständlich. "Die Bereitschaft Grafenwöhr wurde nicht informiert. Gleichzeitig aber verschickt der Landesverband Einladung direkt an einige treue Blutspender in Grafenwöhr. Die Leute sind sofort stutzig geworden und wollten wissen, ob unser Termin wohl abgesagt wurde", berichtet sie.

Die Stammspender müssen sich auf jeden Fall entscheiden: Denn eine doppelte Teilnahme ist nicht möglich. Zwischen zwei Blutspenden ist eine Frist von mindestens 56 Tagen einzuhalten.

Zu den regulären Terminen in Grafenwöhr kommen 70 bis 80 Personen. Die BRK-Bereitschaft unterstützt den Blutspendedienst bei der Organisation von Brotzeit usw. jeweils mit über zehn Helfern. Am Freitag aber sind die örtlichen Leute außen vor. "Von uns wird keiner da sein", betonte Kathrin Regler am Mittwochnachmittag. Trotzdem müssen die Rot-Kreuzler in Grafenwöhr irgendwie wohl gute Miene zu der Aktion machen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.