Bühne auch in Zukunft stürmen

Um die Zukunft der Tanzgruppe mache ich mir keine Sorgen.
Lokales
Grafenwöhr
16.06.2015
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Rund 100 Mädchen nahmen die Besucher am Wochenende mit auf "eine Reise durch die Musikgeschichte". Von Rock'n'Roll über Twist bis hin zu Liedern von Modern Talking. Die Chefin der Riesentruppe ist selbst gerade erst 20 Jahre alt.

Das Publikum war begeistert von der Show, die Tänzerinnen mit ihren Leistungen zufrieden. Wie viel Arbeit, Vorbereitung und Training dafür notwendig war, erzählt Trainerin Tina Neuber im Interview.

Rund 800 begeisterte Besucher verfolgten das Spektakel. Wie verlief das Training für die Show?

Tina Neuber: Bereits im Juni 2014 haben wir mit unseren wöchentlichen Proben begonnen. Dazu kam ein Intensivwochenende in einer Jugendherberge. Die letzten Zeit übten wir zweimal die Woche. Allerdings hatte ich Hilfe. Zehn Trainer waren beschäftigt, die etwa 100 Tänzer in fünf Gruppen zu trainieren. Das war schon eine große Erleichterung. Bis 2011 machte ich das noch allein.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Kinder das Tanzen beizubringen?

Neuber: Vor neun Jahren kam eine Übungsleiterin des SV Grafenwöhr auf mich zu. Sie wusste, dass ich selbst sehr gerne tanzte und war auf der Suche nach einer neuen Trainerin für die Tanzgruppe. Als Zwölfjährige habe ich im Jahr 2007 mit acht Kindern begonnen. Ein Jahr später waren es schon zwei Gruppen. Es machte mir sofort total Spaß, mit den Kindern zu üben.

Wann und wo waren die ersten Auftritte?

Neuber: Ab 2008 durften wir auf Bürgerfesten, PEGA, Jubiläen usw. auftreten. Ab 2012 unterstützten mich zwei aus der "Großen" Tanzgruppe als Trainer, und auch weitere bei der Choreographien. 2012 hatten wir unsere erste große Show im Jugendheim, die dann jährlich stattfand. Doch dort wurde es über die Jahre etwas eng. Deshalb sind wir heuer in der Stadthalle. Auch verschiedene Akrobatik- und Gesangseinlagen sind Bestandteil der Aufführungen. Wir haben eben viele talentierte Mädchen in den Gruppen. Heuer haben unsere "Dancing Girls" an einem Tanzwettbewerb in Erbendorf teilgenommen, und überzeugend den ersten Platz gemacht.

Hat sich deine Trainertätigkeit auch auf deinen Berufswunsch ausgewirkt?

Neuber: Ja, es hat mich in dem Wunsch bestärkt, auch beruflich mit Kindern zu arbeiten. Durch das Hobby habe ich festgestellt, dass ich mit Kindern von sechs bis zehn Jahren sehr gut zurechtkomme. Ich studiere nun seit einigen Semestern Lehramt für Grundschule.

Wie stellen sie sich Ihre Zukunft als Trainerin vor?

Neuber:Die vergangenen Jahre habe ichversucht, mehr an jüngere Trainer abzugeben, da ich im nächsten Jahr Examen schreibe. Anschließend steht das Referendariat an. Es wird wohl kaum Zeit bleiben, das Hobby in dem Umfang weiter zu führen. Um die Zukunft der Tanzgruppen mache ich mir aber keine Sorgen. Die "Nachwuchstrainerinnen" im Alter von 12 bis 18 Jahren sind total motiviert und haben viele kreative Ideen. Ich bin mir sicher, dass die Tanzgruppen auch noch in den nächsten Jahren die Bühnen stürmen.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de//tanz
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