Bürgermeister Edgar Knobloch schneidet beim Johanni-Dämmershoppen der CSU viele Grafenwöhrer ...
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Lokales
Grafenwöhr
01.07.2015
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"Manches geht zäh und braucht seine Zeit, aber der Job macht Spaß", bekannte Bürgermeister Edgar Knobloch beim Johanni-Dämmerschoppen der CSU. Über ein Jahr im Amt blickte er zurück und spannte den Bogen von A wie Amerikaner und ärztliche Versorgung bis zu W wie Wahlfälschung. Freude rief hervor, dass Grafenwöhr zurück im Altstadtförderprogramm ist.

Es war nur eine Idee, die aber bestens anzukommen scheint: die Einrichtung eines Trauungszimmers im Museum. Platz für's Feiern, Zusammenstehen und Fotografieren biete das schöne Ambiente in Gewölbe und Kastenhaushof. Begeistert seien die Grafenwöhrer lauf Knobloch auch von der Möglichkeit der Grüngutannahme am neuen Bauhof. Kein Verkehrschaos, keine Wartezeiten wie früher in der Thumbachstraße - durch die durchgehenden Öffnungszeiten seien solche Probleme behoben worden. Weil die Pflanzenreste rechtzeitig abgeholt werden, könne eine Belästigung durch den Gestank, wenn die Reste verrotten, verhindert werden. Kein gute Werbung für die Stadt sei das "leidige Thema Wahlfälschung". Alle Beschuldigten seien mittlerweile verurteilt, wegen Berufungsanträgen seien die Urteile aber noch nicht rechtskräftig, erläuterte der Bürgermeister. Entscheidend sei, wann das Verwaltungsgericht in Regensburg den Einspruch gegen die Aufhebung des Stadtrates bearbeitet und entscheidet, dies könne noch dauern.

Sitz des Rathauses wichtig

Positiver ist da eine andere Nachricht: "Wir sind wieder im Förderprogramm", verkündete Knobloch. Weil die Verwaltung am Marktplatz bleibt, habe dies die Regierung der Oberpfalz nun zugesagt. Der Sitz des Rathauses sei wichtig zum Erhalt des Ortskerns. Einen guten Start habe der Wochenmarkt genommen, es würden neue Lieferanten dazukommen. Verzögerungen durch die Schlamperei einer Firma habe es bei der Sanierung in der Schule gegeben, nun laufe die zweite Bauphase an. Positiv sei auch der Neubau des Feuerwehrhauses in Gmünd, freute sich Knobloch über die Einweihung des neuen Gerätehauses.

Sichergestellt sei in Grafenwöhr die medizinische Versorgung. Die Hausärzte seien um Nachfolger bemüht und wollen die Sitze in Grafenwöhr halten. Wünschenswert wäre ein Facharzt in der Stadt. Da sich aber der Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns auf Weiden, Neustadt und Tirschenreuth erstreckt, sauge insbesondere Weiden die Sitze weg, erläuterte Knobloch. Verbessert werde bald die Versorgung bisher nicht abgedeckter Räume mit schnellem Internet. Die Verträge zu Verbesserung der Breitbandversorgung seien unterzeichnet, zwischen 30 und 50 MBit liege dann die Geschwindigkeit.

Die Amerikaner und der Übungsplatz seien weiter ein Alleinstellungsmerkmal für Grafenwöhr, begrüßte Bürgermeister die angekündigte Investition von 51 Millionen Euro. "Es bleibt immer etwas hängen und es sichert die Arbeitsplätze." Als schade empfand er, dass beim Besuch des US-Verteidigungsministers die Stadt nicht beteiligt war, doch das habe an den Maßgaben des Pentagons gelegen. Als gut bezeichnete das Stadtoberhaupt die interkommunale Zusammenarbeit bei PEGA, Gründerzentrum und beim neuen Fördergebiet zur integrierten ländlichen Entwicklung (Ille).
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