"Christine" mit 30 zu alt

Ausgedient hat das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12. "Christine" - Baujahr 1987 - soll ersetzt werden. Bild: xri
Lokales
Grafenwöhr
21.11.2015
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Knapp 30 Jahre ist es alt, jetzt muss ein neues her: Das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 - auch liebevoll "Christine" genannt - der Grafenwöhrer Feuerwehr wird ersetzt.

(esc) Für das LF 16/12 - benannt nach der Gattin des ehemaligen Bürgermeisters Helmuth Wächter - soll die Feuerwehr ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF 20, erhalten. Für die Ersatzbeschaffung plant die Stadt für den Haushalt entsprechende Mittel ein, das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung vom Donnerstag. "Wir wissen noch nicht genau, was das Fahrzeug kostet", teilte Bürgermeister Edgar Knobloch mit.

Dennoch gab der Rat seinen einstimmigen Beschluss. Die Regierung fördert das Ersatzfahrzeug mit 125 000 Euro, nach den Richtlinien des Landkreises erhält die Stadt eine Förderung von 37 500 Euro. Den Rest muss die Stadt selbst berappen. Dass das HLF 20 teuer werden kann, weiß Knobloch: "Eine halbe Million ist da nichts."

Ob es stimme, dass die Amerikaner beim Landeanflug Kerosin abwerfen, wollte Josef Neubauer (CSU) wissen. Diese Anfrage sei von einem Bürger gekommen. "Hat sich denn das Landratsamt oder jemand von den Amerikanern schon gemeldet?" Knobloch bestätigte, dass eine Rückmeldung des 86. Lufttransportgeschwaders eingegangen sei. Demnach würde kein Kerosin über Grafenwöhr abgeworfen. "Das ist Gott sei Dank eine gute Antwort", schloss Knobloch. Der Vorwurf des Bürgers sei somit haltlos.

Thomas Weiß (SPD) wollte wissen, ob es seitens der Amerikaner schon Meldungen zum verstärkten Schießlärm in der vergangenen Zeit gegeben habe. "Noch nicht", antwortete der Rathauschef. Eine Antwort sei aber zugesagt. Thomas Schopf (FWG) wies auf Totholz im Wald hin. "Viele Bäume liegen schräg und viele Leute gehen dort spazieren", wusste er. "Vielleicht sollte man den Besitzer darauf hinweisen, weil es nicht ungefährlich ist."

Knobloch wies das Gerücht über die Schließung der Gärtnerei Schinner, das in Grafenwöhr die Runde mache, zurück. "Ich habe den Eigentümer darauf angesprochen und der zeigte sich empört." Im Gegenteil - der Betrieb würde sich nach Aussagen des Besitzers sogar weiterentwickeln.

Das Protokoll der Stadtratssitzung vom Oktober wurde mit zwei Gegenstimmen der beiden Linken-Stadträte abgesegnet. Zu genehmigende Bauanträge gab es für die Sitzung am Donnerstag keine.
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