Da geht die Post ab

Im Zustellstützpunkt des Grafenwöhrer Postamts herrscht Enge. Die Deutsche Post in München will dagegen jedoch erst einmal nichts unternehmen. Für die Kunden würde das nichts ändern, das Finanzcenter mit Schalter bleibt. Archivbild: az
Lokales
Grafenwöhr
16.03.2015
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Unzählige Pakete und Briefe stapeln sich in der Post in Grafenwöhr. Das Gebäude platzt aus allen Nähten. Gerüchte um einen Umzug ins Gründerzentrum kursieren. Doch die Deutsche Post in München sieht sich nicht unter Zeitdruck, etwas gegen die Enge zu unternehmen.

Im September letzten Jahres sprach Erwin Nier, Pressesprecher der Deutschen Post München, noch von einem "echten Sorgenkind" des Zustellstützpunkts Grafenwöhr. Die Mitarbeiter müssen die angelieferten Päckchen und Briefe vom Hof ins Obergeschoss bringen, sortieren und wieder nach unten in die Fahrzeuge tragen. Erst dann können sie sich mit den Sendungen auf den Weg zu den Bewohnern machen. Und das sind nicht wenige, denn Grafenwöhr versorgt die Städte Pressath und Eschenbach mit. Mit dem Aufzug die schweren Kartons hoch und runter zu fahren sei umständlich und die Pakete im Hof ohne Überdachung ein unmöglicher Zustand.

Keine schnelle Lösung

"Die Kollegen warten darauf, dass sich was tut", heißt es aus Mitarbeiterkreisen. Im Gespräch sei das Gründerzentrum in Grafenwöhr als neuer Zustellstützpunkt gewesen. "Wir haben mal darüber nachgedacht, aber wir haben keine ausreichenden Flächen dafür", sagt Christine Pöllath, Geschäftsleitung des Gründerzentrums.

Die Pressestelle der Deutschen Post in München will jedoch von dem Platzmangel und einer schnellen Lösung nichts mehr wissen: "Grundsätzlich ist es schon vorstellbar, dass wir ausziehen." Wann? "Da stehen wir nicht so unter Zeitdruck." Klar ist aber: Für die Kunden würde sich nichts ändern, auch wenn der Zustellstützpunkt verlegt wird. Das Finanzcenter mit Schalter, Beratungsbereichen und Briefmarkenautomat bleibe auf jeden Fall wie bisher in dem Gebäude in der Alten Amberger Straße. "Die Postbank und die Deutsche Post sind zwei verschiedene Paar Stiefel", weiß Iris Laduch-Reichelt.

Die Pressesprecherin der Postbank in Bonn gibt Entwarnung für die Kunden. "Die Postbank hat keinerlei Veränderungsabsichten am Standort in Grafenwöhr. Wir sitzen mit der Deutschen Post zwar in einem Gebäude, sind aber beim Mietvertrag voneinander getrennt", erklärt sie. Der Vertrag für das Postamt-Finanzcenter laufe noch bis 20. Juni 2024. "Es kann durchaus sein, dass die Deutsche Post den Zustellstützpunkt woanders hin verlagert. Das heißt aber nur, dass die Mitarbeiter woanders sortieren. Die Kunden können weiterhin in der Alten Amberger Straße Briefe abgeben." Nur, wenn das Finanzcenter ebenfalls ausziehen würde, hätte das Auswirkungen auf die Anfahrtswege der Kunden.
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