Da kann d'Wiesn nicht mithalten

Peter Renner und seine Tochter Claudia Heindl sind die Hauptorganisatoren beim 57. Deutsch-Amerikanischen Volksfest. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
24.07.2015
17
0

Das Münchner Oktoberfest mag größer sein, aber "das Deutsch-Amerikanische Volksfest ist einmalig in Europa", davon ist Peter Renner überzeugt. Der Schausteller ist seit 40 Jahren der Mann hinter dem Fest. Inzwischen kümmert er sich mit Tochter Claudia Heindl um die Organisation.

Mitten in der heißen Phase, wenige Tage vor dem Fest vom 31. Juli bis 2. August im Truppenübungsplatz, nahmen sich Peter Renner und Claudia Heindl Zeit für ein Gespräch mit NT-Mitarbeiterin Renate Gradl.

Herr Renner, wie lange ziehen Sie schon die Fäden beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest?

Renner: Ich wurde durch Georg Zechmayer darauf aufmerksam. Das ist über 40 Jahre her. Damals war noch die Bundeswehr federführend, aber sie war auf der Suche nach einem Generalunternehmer, der sich um das Fest kümmert. Inzwischen erledigt meine Tochter die Arbeit schon seit über zehn Jahren.

Heindl: Mein Vater ist aber immer noch für die Hintergrundarbeit zuständig.

Im vergangenen Jahr kamen über 100 000 Besucher zum Festplatz bei Camp Kasserine. Was ist das Besondere am Deutsch-Amerikanischen Volksfest?

Renner: Es ist die Mischung. Es gibt ungewöhnliche kulinarische Spezialitäten, dazu kommt die deutsch-amerikanische Waffenschau. Was Bundeswehr und US-Army dort zeigen, bekommt man sonst nie zu sehen.

Wie viele Fahrgeschäfte und Stände wird es heuer geben? Auf welche Attraktionen und Neuheiten können sich die Besucher freuen?

Heindl: Der Auto-Scooter muss immer dabei sein. Dazu gibt es den Flipper, Top Spin, das Riesenrad, die Hot-Shot-Kugel, zwei Kinderkarussels und die Kinderschleife Feuersteins-Reise. Neu sind heuer der Extrem-Propeller und der Musikexpress "Heiße Räder". Außerdem gibt es ein Fahrgeschäft namens Almrausch. Stände gibt es rund 100, dabei dominiert das vielfältige Essen. Dazu gibt es Schmuck, Süßwaren, Kleidung, Deko- und Geschenkartikel. Die Amerikaner bieten noch viele andere Sachen an.

Wo kommen die Standbetreiber her?

Renner: Es sind viele regionale Anbieter. Auch viele Grafenwöhrer Vereine sind vertreten. Die Auswärtigen füllen nur das aus, was die Regionalen nicht haben.

Wird der Deutsch-Amerikanische Gemeinsame Ausschuss (DAGA) das Festzelt betreiben?

Renner: Ja, natürlich. Der Vertrag für das Bierzelt hat der DAGA bekommen. Anders geht es ja gar nicht, da müsst ich mich ja der Sünden fürchten. Und wenn ich doppelt so viel bekommen würde, des mach ich nicht. Der DAGA ist übrigens auch bei der Organisation dabei: Der Volksfestbeauftragte Gerhard Hörl übernimmt die Einteilung der Marktstände. Ohne ihn geht es nicht, denn auf ihn kann ich mich verlassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.