Der letzte Starter holt den Königstitel

Norbert Jagenlauf (Sechster von rechts) ist der neue Schützenkönig der "Hubertus"-Schützen. Jugendkönig wurde Fabian Weiß (Vierter von rechts) und Schützenliesl Martina Büller (Fünfte von links). Bürgermeister Edgar Knobloch (Zweiter von rechts) und Schützenmeister Bernhard Ott (links) gratulierten. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
27.10.2014
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Die Letzten werden die Ersten sein. Das gilt auch für Norbert Jagenlauf. Als letzter Schütze trat er zum Königsschießen an und erzielte einen 104,3-Teiler. Das war der beste Schuss: Jetzt ist er für ein Jahr Schützenkönig.

Die königlich-privilegierte Feuerschützengesellschaft "Hubertus" 1888 feierte auch Fabian Weiß als Jugendkönig und Martina Büller als Schützenliesl.

Vizekönig wurde Roland Rupprecht und Dritter Peter Schopf. Stefan Fröch ist Vizejugendkönig und Dritter Mathias Grill. Verena Schuller wurde Vizeliesl und Christina Zinn erreichte den dritten Platz. Vor der Zeremonie wurden traditionell der bisherige Schützenkönig Wilhelm Zinnbauer, Jugendkönig Stefan Fröch und Schützenliesl Christina Zinn mit Böllerschüssen verabschiedet.

Das Abnehmen der Königsketten und das Anlegen dieser Prunkstücke bei den neuen "Majestäten" übernahmen Bürgermeister Edgar Knobloch, Kaplan Thomas Thiermann und zweiter Schützenmeister Giselher Glatz. Schützenmeister Bernhard Ott moderierte und gratulierte den neuen Regenten.

Für Bürgermeister Edgar Knobloch, der auch neues Mitglied bei den "Hubertus"-Schützen ist, war es eine Ehre, bei der Königsproklamation dabei zu sein. "Hier wird die Tradition gelebt und das Brauchtum gepflegt", lobte er. "Dass das Vereinsleben in Grafenwöhr angezweifelt wird; dem muss ich widersprechen", betonte das Stadtoberhaupt. Er habe nachgelesen, dass die Vereinsgründung im Jahr 1361, also im gleichen Jahr wie die Stadtgründung erfolgte.

Tradition zählt

"Danke für die Tradition, die hochgehalten wird. Die Schützen sind mit ihrer Fahnenabordnung bei diversen Festen dabei, was immer ein schönes Bild ergibt. Der Verein hat über 500 Mitglieder und hier ist alles in Ordnung", meinte Knobloch. "Die Grafenwöhrer können eben beides: Tradition und Multi-Kulti", freute sich der Bürgermeister auch mit Blick auf Amerikaner, Russlanddeutsche und viele andere internationale Bewohner der Stadt.
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