Der Name auch das Ziel

Das große Ziel ist eine soziale Stadt.
Lokales
Grafenwöhr
01.12.2014
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Das Ziel ist nicht neu. Menschen sollen in der "Sozialen Stadt" Menschen helfen. Projektmanagerin Sonja Kaatz, nutzte in der Stadtratssitzung die Gunst der Stunde, von den Erfolgen des Projekts zu berichten.

"Das große Ziel ist eine soziale Stadt", betonte Sonja Kaatz im Stadtrat selbstbewusst. Beispielhaft seien erfolgreiche Schritte zu Bildungsmaßnahmen, zur Integration und zur Unterstützung des Ehrenamtes. Begleitend verwies sie auf umfangreiche Veränderungen durch den Städtebau und würdigte das Mehrgenerationenhaus.

Für die neuen Stadträte erläuterte Kaatz den Förderrahmen von Bund und Land und erinnerte an erfolgreich abgeschlossene Maßnahmen. Besonderes Augenmerk legte die Referentin auf die Unterstützung der Musikgruppen, des Kinder-Kultur-Projektes, der Bücherei und der Vereinswelt. Zu den Errungenschaften des Großprojekts "Soziale Stadt" zählte die Managerin die Gründung eines Bürgerladens, der mittlerweile als selbstverständiger Bürgerverein viel Gutes leiste und den Aufbau eines Quartiermanagements unter Leitung von Elisabeth Gottsche.

Zur Arbeit in diesem Jahr erinnerte sie an 66 Termine zur "Bürgerhilfe": von einfachen Schreibarbeiten über Donnerstagsrunden, Gymnastik- und Handarbeitsstunden bis zur Seniorenbegleitung. Eine Erfolgsgeschichte sei das Mehrgenerationenhaus. "Das Zusammenbringen von Generationen funktioniert bestens." Dies belegte Kaatz mit viel Zahlenmaterial. Hutza- und Boccianachmittage, Jugendtreffs, Familienfrühstücke und Faschingsfeiern, Tanznachmittage, Klöppelstunden oder die Kooperation mit der Mittelschule: das Programm sei ein Renner.

Lob ernteten die beiden Kirchen. Die Unterstützung durch praktizierte Nachbarschaftshilfe sei vorbildlich. "Der kleine Dienst", so der Leitgedanke des Projekts, beinhalte zum Beispiel Fahrten zum Arzt, Krankenbesuche, die Hilfe beim Einkaufen, bei der Grabpflege, bei der Kinderbetreuung, beim Spazierengehen oder diene dem guten Wort bei regelmäßiger Unterhaltung. Auch die Kooperation mit dem Jugendamt, mit Sozialpädagogen und Medizinern nannte Kaatz erfolgversprechend.

Eine Fortsetzung dieser Aktivitäten kündigte die Projektleiterin für kommendes Jahr an. Ergänzt durch Faschingsfeiern, Zoiglabende, Sommer- und Gartenfeste und Adventsfeiern werde es für die Grafenwöhrer viel Abwechslung geben. Als Neuheit kündigte sie ein Kunstprojekt mit öffentlicher Förderung unter dem Titel "Öffentlichen Raum begreifen" an. Mit der Mittelschule und dem Verein für Erlebnispädagogik sollen künstlerische Beiträge helfen, den Einblick in die Welt der Künste zu öffnen.

Den Bericht zur "Sozialen Stadt" nahm der Stadtrat zum Anlass, die Arbeit zu würdigen. Thomas Schopf bescheinigte den Verantwortlichen: "Mit viel Engagement und wenig Geld wurde viel bewegt." Gerald Morgenstern lobte die Vernetzung mit den Vereinen und Thomas Weiß freute sich über die große Akzeptanz. Übereinstimmend wurde der Bedarf für die Notwendigkeit von Ferienfreizeiten anerkannt. Dieser Angebotsergänzung wird sich der Verein für Erlebnispädagogik (VEZ) annehmen. Zur Vermeidung von Parallelveranstaltungen empfahl Gerhard Mark eine verstärkte Programm-Einbindung der Vereine. Überhaupt nehme die Integrationsarbeit der Ehrenamtlichen einen hohen Stellenwert ein, sagte Mark.

Dankbar zeigte sich Helmuth Wächter über die Entwicklung. Voraussetzung zur Aufnahme in das Programm der Sozialen Stadt sei der Zuzug der Aussiedlerfamilien gewesen, wusste der Bürgermeister a.D. Davon könne die Stadt noch profitieren. Mit dem Einsatz aller Helfer unter dem Dach der Sozialen Stadt sei es gelungen, dem Teil der Jugendlichen Alternativen zur Freizeitgestaltung zu bieten, die nicht bereit seien, in Vereinen Heimat zu finden.
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