Die Ruhe vor dem Sturm

Für die Sanierung der Eichendorffstraße reifen die Pläne. Vorgesehen ist der Ausbau 2015 und 2016. Die Stadt schätzt den Mittelbedarf für die beiden nächsten Jahre auf jeweils eine Viertelmillion Euro. Auf staatliche Unterstützung hofft man im Rathaus mit dem Städtebau-Förderinstrument der "Sozialen Stadt". Bild: do
Lokales
Grafenwöhr
04.11.2014
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Nachdem der Stadtrat entschied, in der Rathaus-Frage alles beim Alten zu belassen, formulierten die Räte anschließend den städtischen Bedarf in den kommenden Jahren. Doch auch mit Beschwerden sah sich das Gremium konfrontiert.

Noch ist es nur der Förderbedarf, den der Stadtrat in der jüngsten Sitzung mit Blick auf die Programmjahre 2015 bis 2018 des Bund-Länder-Städtebau-Förderprogrammes festlegte. "Bedarfsmitteilung" heißt dieser Verfahrensschritt zur Anmeldung der Maßnahmen-Wünsche der Stadt bei der Regierung der Oberpfalz. Optimismus herrschte bei der Beschlussfassung des Stadtrates trotzdem. Mit der Rückbesinnung auf eine lebendige Altstadt hofft der Rat auf neue Fördermittel.

Neuer Museumseingang

Auf 2,145 Millionen Euro schätzen Verwaltung und Gremium den Investitionsbedarf bis 2018. Im kommenden Jahr sind es "nur" 195 000 Euro. Auch bedingt durch die Blockade der Fördermittel (wir berichteten). Aber schon 2016 möchte die Soldatenstadt wieder angreifen. Auf 860 000 Euro schätzt die Stadt den Investitionsbedarf 2016. Als wichtigste Maßnahme ist in der Erläuterung zur Bedarfsmitteilung für das kommende Jahr die Neugestaltung des Museumseinganges enthalten. Der Mittelansatz beträgt 100 000 Euro. Für ein Konzept zur Wiederbelebung der Altstadt sind schon einmal 50 000 Euro eingeplant und mit 35 000 Euro soll das bewährte kommunale Förderprogramm für Privatmaßnahmen fortgeführt werden.

In die Vollen soll es dann 2016 gehen. Eine Viertelmillion Euro sind für die städtebauliche Neugestaltung der städtischen Gebäude 24-26 am Marktplatz eingeplant. Der Mittelbedarf für die Generalsanierung dürfte weit höher liegen. Die Neugestaltung der Alten Pfarrgasse schätzt die Verwaltung auf 200 000 Euro und als erste Rate sind für die Sanierung der Rößlwirtsgasse 250 000 Euro vorgesehen. In den Fortschreibungsjahren sind bis 2018 die Fertigstellung der Projekte und als Neumaßnahmen die Instandsetzung des Kommunalbrauhauses (200 000 Euro) und der Bau des Kirchsteiges mit Fußwegbrücke zur Altstadt (150 000 Euro) geplant.

Eine ähnlich hohe Investitionssumme plant die Stadt für Maßnahmen aus dem Programm der "Sozialen Stadt". Verbaut werden sollen bis zum Ende des Fortschreibungszeitraumes 2018 zirka 1,7 Millionen Euro. Schon das Bauprogramm für das kommende Jahr ist in der Bedarfsmitteilung üppig ausgestattet.

Auf der Investitionsbasis von 645 000 Euro will der Stadtrat staatliche Fördermittel loseisen. Im Mittelpunkt stehen der Sanierungsbeginn in der Eichendorffstraße mit 250 000 Euro, die Umgestaltung der Adalbert-Stifter-Straße (125 000 Euro) und die Neugestaltung der Schulhöfe (100 000 Euro).

"Spontaner" Zuschuss

Auch dem Wunsch von drittem Bürgermeister Udo Greim wurde Rechnung getragen. Als Vertrauensmann des Evangelischen Kirchenvorstandes verwies er auf Sanierungsplanungen für das evangelische Gotteshaus. Greim rechnet mit Investitionskosten bis zu einer halben Million Euro. "Auf die Schnelle" wurden deshalb noch für 2015 50 000 Planungskosten in die Bedarfsmitteilung aufgenommen. Jeweils 225 000 Euro Investitionsbedarf sind in den Programmjahren 2016 und 2017 enthalten. Die Maßnahmen-Listen fanden die einstimmige Billigung des Gremiums.
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