Drogen zum Picknick

JU-Vorsitzender Thomas Zintl (stehend rechts) begrüßte Polizeihauptkommissar Marcus Gradl und Polizeihauptmeister Uwe Tschauner (sitzend, Mitte) zum Politpicknick. Auf der Terrasse im Sportpark wurden zum Drogenthema unter dem Motto "Sag nein zu Drogen" bayerische Brotzeiten serviert. Bild: mor
Lokales
Grafenwöhr
22.05.2015
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Bayerische Brotzeiten und einen Vortrag über Drogen tischte die Junge Union beim Politpicknick in Grafenwöhr auf. Kalte Füße bekam ein angekündigter Aussteiger aus der Szene.

Sie hellen die Stimmung auf, erhöhen die Aufmerksamkeit, steigern das Selbstbewusstsein und geben das Gefühl der gesteigerten Leistungsbereitschaft - auf den ersten Blick eine scheinbar positive Auswirkung von Betäubungsmitteln wie Cannabis, Amphetaminen und Kokain. Laut Polizeihauptkommissar Marcus Gradl und Hauptmeister Uwe Tschauner von der Polizei Eschenbach führe Drogenkonsum jedoch zu tiefgreifenden, problematischen Veränderungen der Persönlichkeit und zur Abhängigkeit.

Schulische Überforderung, Probleme, Suche nach Entspannung oder die Neugierde würden Jugendliche zu Drogen führen. Mit Bildern und persönlichen Erfahrungen beim Dienst gingen die Beamten auf die verschiedenen Betäubungsmittel ein und stellten Konsumutensilien vor. Dargestellt wurde die Wirkung von Drogen im Straßenverkehr und das Vorgehen mit Drogenschnelltests. Abnehmender Appetit, blasse Haut, müde Augen, fehlende Freude am Leben, Leistungsnachlass und körperliche Symptome seien Warnsignale auch für Eltern. Ein angekündigter Aussteiger habe zum Termin des Vortrags doch kalte Füße bekommen. Dies sei verständlich, der Wille anerkennenswert und wichtig für die Prävention und Aufklärung stellte Gradl heraus. Was man tun könne, wenn Jugendliche in die Drogenszene abrutschen? Den Kindern zu Seite stehen und den Weg zu Jugendamt und Drogenberatung gehen, war der Ratschlag der Beamten. Einer Freigabe von Cannabis erteilte der Hauptkommissar eine klare Absage: "Je legaler, um so mehr Probleme" war seine Devise. JU-Vorsitzender Thomas Zintl dankte den Beamten und freute sich über das Interesse der Pressather JU, mit dabei war auch die Jugendbeauftragte der Stadt, Viktoria Wächter.
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