Dubiose Angebote lieber ausschlagen

Helmut Fritsch von der Polizei in Weiden demonstrierte die Strategie bei dubiosen Verkaufsveranstaltungen und warnte dringend: Senioren sollten sich nicht auf solche Aktionen einlassen. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
21.11.2014
1
0

Wer freut sich nicht, wenn man ihm sagt, dass er den ersten Preis gewonnen hat? Aber oftmals ist Vorsicht "die Mutter der Porzellankiste".

Die Puppenbühne der Polizeiinspektion Weiden demonstrierte dies in lustiger Weise im Jugendheim Grafenwöhr. Die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses und der evangelischen Gemeinde hatten die Senioren dazu eingeladen. Elisabeth Gottsche begrüßte die Gäste sowie die Puppenspieler Helmut Fritsch, Georg Hüttner und Brigitte Herzog von der Weidener Polizei.

Was man mit 66 Jahren, beziehungsweise ab 50+ alles machen oder auch nicht machen sollte, brachte Georg Hüttner musikalisch nach dem Udo-Jürgens-Hit "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an" zu Gehör. Anschließend bekamen die Senioren einen Einblick in das Leben von "Erna" und "Mare". Die beiden Figuren nahmen an einer Ausflugsfahrt ins Fränkische Knoblauchland teil. Fahrt, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen waren ja gratis. Dazu bekamen sie auch noch ein zwölfteiliges Kaffeeservice. Außerdem gab es eine Gratisverlosung mit Gewinngarantie, wobei eine Reise nach Rom lockte.

Aber natürlich wollten die Organisatoren der Ausflugsfahrt jede Menge anderer angeblich toller Dinge verkaufen. "Wer nichts kauft, der wird auch nicht nach Hause gefahren!", meinte der Verkäufer schließlich. Die Botschaft der Polizei war klar: Vorsicht ist angebracht, besonders auch bei Gewinnspielen.

Im Puppenspiel wurde deutlich, dass es sich bei dem Besteckkasten im Wert von angeblich 1000 Euro nur um eine Billigversion handelte. Die Täter hatten somit einen Grund, um in die Wohnung zu gelangen, um nach Geld Ausschau zu halten.

"Keiner schenkt Ihnen was", warnten die Mitarbeiter der Polizei. Deshalb sollte niemand Fremde ins Haus lassen. "Und wenn doch, bitten Sie eine Person Ihres Vertrauens mit dazu." Eine andere Möglichkeit wäre, sich in einem Gasthof zu treffen. "Auf jeden Fall sollten Sie niemandem sagen, wo sich ihre Rente befindet. Das Geld in der Wohnung sollte gut versteckt sein. Am besten sei es, keinem Fremden die Türe aufzumachen. Hier sei Unhöflichkeit angebracht, wenn jemand um ein Glas Wasser bittet.

Im Zweifelsfall sollten die Senioren im Rathaus anrufen, wenn der Besucher sagt, dass er beispielsweise den Wasserstand ablesen möchte und die Person nicht bekannt ist. Man kann aber auch die Notrufnummer der Polizei, die 110, anrufen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weidener Polizei (167)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.