"Eierschalen sind schlecht"

Claudia Saller (stehend)erklärte den Hobbygärtnern im Mehrgenerationenhaus, wie ein Komposthaufen funktioniert. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
09.04.2015
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Ein Kompost ist nicht einfach nur ein Haufen Abfall, dahinter steckt fast schon eine Wissenschaft. Wie der Laie trotzdem zu guten Humus kommt, erklärte Claudia Saller im Mehrgenerationenhaus.

Behälter für den Komposthaufen gibt es aus Holz, Kunststoff oder Metall. "Bei einem Metallbehälter kann sich jedoch Zink lösen", warnte die Kreisgartenfachberaterin am Landratsamt. Deshalb sollte an der Innenseite eine Kunststoffbeschichtung angebracht sein. Küchen- und Gartenabfälle würden alles enthalten, was ein Komposthaufen braucht, um richtig zu arbeiten. Deshalb müssten keine Zusätze hinzugefügt werden.

Der PH-Wert von Kalk könne sogar schädlich sein. "Die untere Schicht besteht normalerweise aus Gräsern und Stauden mit etwa zehn Zentimetern Höhe." Die Garten- und Küchenabfälle sollten aus feuchten und trockenen, aus alten und neuen Materialien gemischt werden. Fäulnis und Stauwasser würde somit vorgebeugt.

Gras, Laub, Gehölzschnitt - auch von Thujen -, rohe Küchenabfälle, Blumen, Kaffee- und Teereste sowie Küchenpapier können auf den Kompost, wenn es sich um geringe Mengen handelt. "Eierschalen sollten nicht auf den Kompost, weil sie sich nur langsam zersetzen. Sie erhöhen die Salmonellengefahr und locken Nager an."

Samen von Unkraut sollten ebenfalls nicht dort entsorgt werden. "Holz und Kohle muss auch nicht sein." Nach zirka einem Jahr entstehe die Kompostreife. Umschichten sei nicht nötig. Gut sei aber, auf dem Komposthaufen Kürbis und Zucchini anzupflanzen. Für ein Hochbeet gelte: zwei Teile an Erde und ein Teil an Kompost anlegen. Weitere Vorträge zum Mulchen und über Fassadengrün wird es im Mai geben.
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