Ein Feuerwehr-Jahr in Zahlen

Im Schlummermodus: Eltern und Neugeborene dank Melder rechtzeitig vor Feuer und Rauch gewarnt (xri) Jährlich sterben über 800 Menschen bei Bränden, allerdings nicht durch das Feuer. Es isind meist die giftigen Rauchgase, die die Menschen töten. Dabei wäre es einfach, die Zahl der Toten zu reduzieren. Unter dem Motto "Rauchmelder retten Leben" lud die Stadt Grafenwöhr und deren vier Feuerwehren zur Rauchmelderübergabe ins Grafenwöhrer Feuerwehrgerätehaus ein. Der Melder zeigt schon geringe Rauchentwicklunge
Lokales
Grafenwöhr
04.03.2015
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Unfälle, Brände und Fehlalarme: Die Grafenwöhrer Feuerwehr präsentierte bei der Jahreshauptversammlung viele Zahlen zu ihren Einsätzen. Nicht immer kam ihre Hilfe rechtzeitig.

13 Menschen rettete die Feuerwehr im abgelaufenen Jahr. "Leider kam unsere Hilfe für zwei Menschen zu spät", bedauerte Vorsitzender und zweiter Kommandant Alexander Richter bei seinem Bericht in der Hauptversammlung.

Richter erinnerte aber auch an schöne Momente, wie den Besuch der Familie eines Unfallopfers. Die Wehr musste die junge Frau im August letzten Jahres aus einem Fahrzeug befreien, das in einen Unfall auf der B 470 verwickelt war. "Genau dieses Danke ist Ansporn für uns weiterzumachen, um den Schutz unserer Mitbürger zu gewährleisten", meinte der zweite Kommandant immer noch etwas gerührt.

1200 Stunden für Einsätze

Stellvertretend für Kommandanten Hans Pappenberger gab Richter den Rechenschaftsbericht der aktiven Wehr ab. Im vergangenen Jahr leisteten die Feuerwehrmänner 96 Einsätze. Alleine dabei waren sie insgesamt 1200 Stunden beschäftigt. Ausrücken mussten die Floriansjünger zu 15 Bränden. Bei 56 Einsätzen half die Wehr unter anderem bei Verkehrsunfällen. Immer wieder mussten die Aktiven auch Wohnungstüren, etwa für die Polizei, öffnen.

Weiter waren die Floriansjünger bei zehn Sicherheitswachen in der Stadthalle, im Jugendheim oder beim Johannisfeuer im Einsatz. Bei 15 Fehlalarmen rückte die Wehr umsonst aus. Davon waren 13 Fehlalarme auf Brandmeldeanlagen zurückgeführt. Zweimal lösten aber auch Bürger irrtümlich einen blinden Alarm aus.

Zu den Einsatzstunden kommen die Zeiten für die Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen, für Gerätepflege und Geräteprüfung hinzu. Die Aktiven haben außerdem bei der Ausbildung viel Zeit aufgewendet. Übungen im 14 tägigen Rhythmus wurden angeboten. Rund 300 Aktive beteiligten sich daran.

15 Teilnehmer legten zudem die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" ab. 21 Feuerwehrdienstleistende absolvierten die Leistungsprüfung "Technische Hilfeleistung". Sieben Feuerwehrmänner besuchten Lehrgänge auf Landkreisebene oder an der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg. Jeweils drei Aktive unterzogen sich einer Fortbildung im Sägen von Holz unter Spannung oder besuchten das ganztägige Feuerwehrsymposium in München.

Mehr Aufmerksamkeit

Als Hauptaufgabe für die nächsten Jahre nannte Richter einer rege Öffentlichkeitsarbeit. "Wir als Feuerwehrleute sind das ganze Jahr über für unsere Bevölkerung kaum wahrnehmbar. Nur durch gute Öffentlichkeitsarbeit können wir für unsere Aufgabe Nachwuchs bekommen und auf unsere Wehr aufmerksam machen", ist der zweite Kommandant überzeugt.
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